Retzstadt

Zukunftsaufgabe: Grundversorgung und soziales Netz erhalten

Ingrid Döll ist seit 25 Jahren in der Grundschule Retzstadt als Raumpflegerin tätig. Dafür ehrte Bürgermeister Karl Gerhard sie und überreichte ein Präsent.
Ingrid Döll ist seit 25 Jahren in der Grundschule Retzstadt als Raumpflegerin tätig. Dafür ehrte Bürgermeister Karl Gerhard sie und überreichte ein Präsent. Foto: Ernst Schneider

Zur letzten Zusammenkunft des Jahres hatte Bürgermeister Karl Gerhard in den Ratskeller geladen. Er gab einen Überblick über das abgelaufene Jahr und blickte auf das neue Jahr voraus. 2018 gab es elf Todesfälle und 13 Geburten. Zurzeit zählt die Gemeinde 1568 Einwohner. Im Standesamt wurden zehn Eheschließungen dokumentiert.

Bei einer Verschuldung von rund einer halben Million Euro betrage die Pro-Kopf-Verschuldung 342 Euro. Dies sei im Vergleich zu 2008 ein Rückgang um 80 Prozent, sagte der Bürgermeister. Ferner stellte er fest, dass sich Retzstadt auch in diesem Jahr positiv weiterentwickelt habe.

Im Januar wurde für das neue Baugebiet "Am Hönig II"der erste Bauantrag eingereicht. Ferner liefen die Planungen für den Kreisel auf der Kreisstraße in der Nähe des Multifunktionsplatzes an, und die Gemeinde beteiligte sich finanziell am Gedenkort in der Würzburger "Aumühle" zur Erinnerung an die Deportation der Juden. Eine Machbarkeitsstudie für einen Dorfladen wurde in Auftrag gegeben, und es folgte im Juli die Eröffnung der barrierefreien Räume für die Filialarztgemeinschaftspraxis im ehemaligen Kloster.

Mit einem Grundsatzbeschluss zur Förderinitiative "Innen statt Außen" bekräftigte der Gemeinderat, auch künftig den eingeschlagenen Weg zur Förderung der Innenentwicklung weiter zu verfolgen. Ferner wird sich die Gemeinde auch an der Kooperation "Energiewende Modellregion Mainfranken anschließen.

Zum Zwecke des weiteren Dorferneuerungsprojektes kaufte die Gemeinde im Ortskern ein leer stehendes Gebäude. Mit der Vergabe zur Erstellung des neuen Buswartehäuschens an der Kapelle, habe man insgesamt in diesem Jahr 36 Vergaben in Höhe von 1,7 Millionen Euro (ohne Neubaugebiet) im Gemeinderat beschlossen. Gerhard beonte, dass man mit der Erlassung sämtlicher Gebühren für Veranstaltungen, die ehrenamtliche Tätigkeiten sowie die Jugendarbeit der Vereine unterstützen wolle.

Vorausschauend auf das Jahr 2019 teilte Gerhard mit, dass die Gemeinde in einer Satzung die Förderung von Wohneigentum im Altort festschreibe und für Baumaßnahmen die Leistungen um zehn Prozent erhöht habe. In einem Bürgertreff am 6. Februar wolle man zum Thema "Zukunft und Alt werden in Retzstadt" informieren und Arbeitskreise bilden. Auch soll das Projekt "Bebauungsplan Point" im kommenden Jahr weitergeführt werden. Der Internetausbau stehe ebenso auf der Tagesordnung.

Die Einweihung des barrierefreien Infrastrukturzentrums im ehemaligen Kloster ist für  29. März geplant, am 19. Mai folgt die Einweihung der neuen Kinderkrippe. Hauptaufgabe wird die Erhaltung der Grundversorgung am Ort und der sozialen Struktur bleiben. Dies sehe die Gemeinde aber nicht als Problem, sondern als Aufgabe, der man sich gemeinsam stellen wolle, um die Zukunft erfolgreich zu gestalten. Abschließend bedankte sich der Bürgermeister bei allen Beschäftigten der Gemeinde und der VG, desgleichen beim Gemeinderat und den ehrenamtlich Tätigen.

Zum Abschluss seiner Ausführungen ehrte Bürgermeister Gerhard, Ingrid Döll für ihre 25-jährige Tätigkeit als Raumpflegerin in der Grundschule Retzstadt. Bürgermeisterstellvertreterin Birgit Köhler nutze die Gelegenheit, den Dank des Gemeinderates an Karl Gerhard zu überbringen und überreichte ein Präsent.

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