HIMMELSTADT

Zunächst keine öffentlichen W-LAN-Hotspots in Himmelstadt

Vorerst wird es keine Hotspots in öffentlichen Gebäuden oder Plätzen in Himmelstadt geben, denn der Gemeinderat hat einen Beschluss dazu auf eine der nächsten Sitzungen verschoben.

„Es liegt vonseiten der Energieversorgung Karlstadt ein konkretes Angebot vor“, konnte der Gemeinderat der Beschlussvorlage entnehmen. Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Zellingen ist bestrebt, dass die Mitgliedsgemeinden der VG den gleichen Anbieter wählen. Das sei für den Nutzer transparent und einfach.

Das bestätigten der Geschäftsführer der Energieversorgung, Marek Zelezny, und Matthias Müller (Dezentrale Einspeisung, Messwesen), die auch klarstellten, dass dann nur eine einmalige Anmeldung im W-LAN-Netz der Energie „Energie To Go“ erforderlich sei, um dann im VG-Bereich die W-LAN-Hotspots nutzen zu können. Retzstadt und Zellingen haben sich schon für diese Lösung entschieden. Dies gilt auch für Karlstadt (in Freibad und Campingplatz, im Historischen Rathaus und im Nahbereich sowie im Gebäude der Energieversorgung), Lohr, Margetshöchheim oder Veitshöchheim, wo schon heute entsprechende W-LAN-Hotspots eingerichtet sind. Und erst nach 48 Stunden müsse man sich neu anmelden.

„Die WLAN-Versorgung gehört heute zu den Grundbedürfnissen“, verdeutlichte Marek Zelezny. Nach der Beauftragung braucht die Energieversorgung rund eineinhalb Monate, um die Hotspots einzurichten. Sie bot der Gemeinde eine Mietvariante für 213 Euro netto pro Monat auf vier Jahre oder eine Kauflösung für einmalig 7729 Euro netto zuzüglich Servicekosten von 52 Euro pro Monat an. Dazu kommen allerdings bei beiden Varianten noch von der Gemeinde zu tragenden Kosten für jeweils einen W-LAN-Zugang.

„Beim Weinfest 2017 wurde auf Kosten der Energieversorgung testweise ein W-LAN-Hotspot eingerichtet, der gut angenommen wurde und den gesamten Bereich des Weinfestes abgedeckt hat“, erklärte Müller. Geplant sind zwei Accesspoints am Kirchplatz und Rathaus sowie ein Accesspoint in der Mehrzweckhalle und einer vor der Halle, der Schule und dem Kindergarten.

Gemeinderat Herbert Hemmelmann beklagte, dass der Beschluss des Gemeinderats vom Februar 2016 nicht umgesetzt worden sei. Damals hatte sich nach seiner Meinung der Gemeinderat bereits für zwei Hotspots entschieden, deren Kosten für die Ersteinrichtung gemäß dem Programm „BayernWLAN“ mit bis zu 2500 Euro pro Standort vom Freistaat Bayern übernommen werden sollten.

Allerdings wurde kein Antrag dafür gestellt, sondern wie vom Gemeinderat beschlossen, meldete Bürgermeister Gundram Gehrsitz nur diese beiden Standorte dem bayerischen Staatsministerium für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat. „Es hat sich zwei Jahre nichts getan, und jetzt kommt auf einmal das Angebot von der Energieversorgung“, bemängelte Hemmelmann.

Da neben dem Programm „BayernWLAN“ (pauschaler Zuschuss von 2500 Euro pro Hotspot, maximal zwei Accesspoints pro Kommune) auch das Bayernwerk (Einrichtung eines Basis-Hotspots einmalig 1500 Euro, Betriebskosten monatlich 110 Euro) die Einrichtung von öffentlichem W-LAN anbietet, sollen von diesen beiden Stellen jeweils ein konkretes Angebot eingeholt werden. Erst danach will der Gemeinderat darüber beschließen.

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