MARKTHEIDENFELD

Zwei Drittel Gewerbe, ein Drittel Grünflächen

Der Marktheidenfelder Stadtteil Altfeld soll einen Gewerbepark bekommen. Vorgesehen ist dafür die „Söllershöhe“ zwischen dem Altort und Eichenfürst. Landschaftsarchitekt Markus Fleckenstein stellte dazu im Stadtrat die Entwurfsplanung vor.

Eine Fläche von 48 Hektar

Über eine Fläche von 48 Hektar soll sich das Gewerbegebiet erstrecken. Die darin enthaltenen Grünflächen wurden laut Fleckenstein reduziert, mit knapp 15 Hektar umfassen sie aber noch fast ein Drittel des gesamten Gebiets. Angebunden werden soll es über eine Zufahrt an der B 8. Das staatliche Bauamt genehmigt hier nur eine Zufahrt, was bedeutet, dass auch die Altortanbindung über die Straße zum Gewerbegebiet erfolgen soll, ein Kreisverkehr ist etwa 100 Meter von der B 8 dafür geplant.

Die Nähe des Gebiets an den Nordosten des Altorts hat Fleckenstein besonders im Blick, „der Übergangsbereich muss sensibel behandelt werden“. Den Weg von Altfeld nach Eichenfürst gab es schon vor 170 Jahren, „es ist ein wichtiger Gedanke, den Weg als Rückgrat des neuen Gebiets zu sehen“, so Fleckenstein.

Randbereich eher uninteressant

Von Westen nach Osten hat das Gebiet an der „Söllershöhe“ einen Höhenunterschied von etwa 25 Metern, am Rand zum Main hin gibt es Geländeneigungen von sechs bis neun Prozent. „Nach Außen hin wird das Gelände für die Nutzung uninteressanter“. Interessant ist dieser Bereiche für Naherholung, schon jetzt trifft man dort immer wieder Spaziergänger an. „Bei der Planung sollten wir darauf Rücksicht nehmen“, sagt der Landschaftsarchitekt.

Sondergebiet Einzelhandel keine Konkurrenz zur Innenstadt

Das Gewerbegebiet soll stückweise erschlossen und auf Flexibilität in der Belegung geachtet werden. Im Westen zur B 8 und zum Altort hin sollen kleinteilige Gewerbeansiedlungen entstehen. Auch soll dort ein Sondergebiet für „großflächigen Einzelhandel“ ausgewiesen werden, für die Nahversorgung der Altfelder und der Arbeiter im Gewerbegebiet. Anderer Einzelhandel wird dort aber ausdrücklich ausgeschlossen, um Konflikte mit der Innenstadt zu vermeiden, ergänzt Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder. In der Mitte der „Söllershöhe“ sollen kleine bis mittlere, im Osten Richtung Main große Gewerbeflächen entstehen.

Auf die Frage nach einem Zeitplan schätzte Fleckenstein, dass Ende März eine erste Beteiligungsrunde geschieht und „optimistisch“ Ende 2018 eine Satzung beschlossen werden kann. „An eine Erschließung ist vor 2018 eigentlich nicht zu denken.“

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