Lohr

Zweiter Kran auf Brauereiareal steht

Auf der Großbaustelle des Lohrer Brauereiareals wurde am Mittwoch der zweite Kran aufgestellt.
Auf der Großbaustelle des Lohrer Brauereiareals wurde am Mittwoch der zweite Kran aufgestellt. Foto: Johannes Ungemach

Jetzt sind die Voraussetzungen für ein Kran-Ballett in der Lohrer Innenstadt geschaffen. Am Mittwoch wurde dort auf der Großbaustelle auf dem Brauereiareal der zweite Kran aufgebaut. Dieser ist 45 Meter hoch und somit rund 15 Meter niedriger als der Kran, der Ende Januar errichtet wurde.

Wie Götz von Hoven, Oberbauleiter des Investors Krakat Real Estate, gegenüber der Redaktion erklärte, sind zwei Kräne nötig, um die komplette, rund 5000 Quadratmeter große Fläche der Baustelle abzudecken. Auf dem Brauereiareal entsteht ein fünfstöckiger Wohn- und Geschäftskomplex. Das 20-Millionen-Projekt soll im Erdgeschoss Verkaufsmärkte von Rewe und dm beherbergen und im Spätsommer 2020 fertiggestellt werden.

Laut von Hoven hat mittlerweile der Rohbau begonnen. Der Plan sehe vor, dass bereits bis Mai die Tiefgarage fertig werde. Sie soll Platz für gut 110 Autos bieten. Eine Bodenplatte im eigentlichen Sinne wird es laut von Hoven jedoch nicht geben. Stattdessen sei neben Streifenfundamenten eine Schicht aus Drainbeton vorgesehen, die mit Pflastersteinen belegt werde.

Gut im Zeitplan

Es sei geplant, dass im Juni oder Juli bereits die Decke auf die Tiefgarage komme. Insgesamt liege die Baustelle bislang absolut im Zeitplan, so von Hoven.

Auch bei dem zweiten, am Mittwoch errichteten Kran handelt es sich nach Aussage des Oberbauleiters um einen Mietkran. Die beiden Logos der ausführenden Firmen Riedel Bau und Siegler Bau seien nur zu Werbezwecken an den Auslegern angebracht. Auch für den zweiten Kran sei eigens ein Fundament von knapp 1,5 Metern Dicke angelegt worden.

Während die Baustelle auf dem Brauereiareal voranschreitet, ist die Stadt bemüht, für das ihr gehörende Parkdeck auf der gegenüberliegenden Seite der Ignatius-Taschner-Straße den Weg für einen Neubau desselben zu ebnen. Der Stadtrat beschloss hier vor kurzem mit knapper Mehrheit, dass die Stadtwerke den Abriss des rund 40 Jahre alten und nach Darstellung der Verwaltung maroden Parkdecks in Eigenregie erledigen soll.

Danach ist geplant, dass ein privater Investor einen Neubau erstellt und diesen an die Stadt vermietet. Ob dieser Neubau 250, 300 oder gar mehr Fahrzeugen Platz bieten soll, ist noch offen. Hier will die Stadt verschiedene Kostenkalkulationen einholen. Die Entscheidung über die Dimension des Neubaus ebenso wie zur Frage, ob dieser in Beton- oder Stahlbauweise erfolgen soll, liegt dann beim Stadtrat.

Dieser wird auch über ein offenbar angestrebtes Kooperationsmodell zwischen Stadt und Investor des Brauereiareals entscheiden müssen. Dieses sieht vor, dass Kunden der beiden neuen Märkte auf dem Parkdeck eine Stunde kostenlos parken dürfen, sofern sie für mindestens fünf Euro eingekauft haben. Im Gegenzug überlässt der Investor in der Tiefgarage auf dem Brauereiareal 85 Stellplätze den Stadtwerken kostenfrei zur Bewirtschaftung, wobei allerdings auch hier Kunden der beiden Märkte eine Stunde kostenlos parken können sollen.

Erklärtes Ziel der Stadt ist es, dass der Neubau des Parkdecks zeitgleich mit dem Wohn- und Geschäftskomplex auf dem Brauereiareal fertig wird, also im Spätsommer 2020.

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