Lohr

Advita in Lohr: Betreutes Wohnen ist gestartet

Sitzrunde mit Corona-Abstand (von rechts): Pflegedienstleiterin Grit Rosenthal, Niederlassungsleiterin Bettina Süß, Bürgermeister Mario Paul und Architekt Peter Giessegi im Aufenthaltsraum der Advita-Tagespflege im Neubau auf dem Brauereiareal.
Foto: Johannes Ungemach | Sitzrunde mit Corona-Abstand (von rechts): Pflegedienstleiterin Grit Rosenthal, Niederlassungsleiterin Bettina Süß, Bürgermeister Mario Paul und Architekt Peter Giessegi im Aufenthaltsraum der Advita-Tagespflege im ...

Es zieht zunehmend Leben ein auf dem ehemaligen Brauereiareal. Nachdem die Märkte von Rewe und DM im Erdgeschoss schon im Februar eröffnet haben, füllen sich nun auch die oberen Stockwerke, in denen der Berliner Pflegedienstleister Advita am 1. Mai seine erste Niederlassung in Bayern eröffnet hat.

Wie deren Leiterin Bettina Süß (54) kürzlich bei einem Pressetermin berichtete, sind 14 der für betreutes Wohnen vorgesehenen 43 Wohnungen bereits vermietet. Die ersten Mieter seien voriges Wochenende eingezogen.

Aufgrund der Corona-Pandemie verschoben hat Advita den Startschuss für die Tagespflege mit 40 Plätzen und die Wohngemeinschaften für zwölf Menschen mit Demenz. Sie sollen, so hofft Süß, beide Anfang Juli den Betrieb aufnehmen.

30 bis 90 Quadratmeter

Dahingegen läuft im Betreuten Wohnen bereits der Betrieb. Die 43 Wohnungen, die sich über drei Stockwerke verteilen, sind zwischen einem und drei Zimmern oder 30 und knapp 90 Quadratmetern groß. Alle haben einen Balkon oder Terrasse, einen Abstellraum und ein barrierefreies Bad.

Die Mieter mieten die Wohnungen von einer Schwesterfirma von Advita und richten sie selbst ein. Vom Pflegedienstleister selbst können sie je nach Bedarf Serviceleistungen buchen, von der Pflege über hauswirtschaftliche Arbeiten bis zur Vollverpflegung über die hauseigene Küche mit angegliedertem Speisesaal. Mitunter mieten sich laut Schuppach auch Senioren ein, die aktuell noch gar keine Pflege- oder Unterstützungsbedarf haben.

Zum Start 15 Mitarbeiter

Jetzt, wo noch nicht alle Wohnungen belegt sind, zählt die Einrichtung laut Süß 15 Mitarbeiter, allesamt Fachkräfte. Geplant ist, dass die Zahl mit der Belegung des Hauses auf rund 50 steigt. Die Tagespflege, die im Juli starten soll, bietet laut Schuppach für bis zu 40 Senioren "Entertainment mit wechselndem Programm" und so pflegenden Angehörigen eine Entlastung. Dieser Bereich umfasst unter anderem einen großen, teilbaren Aufenthaltsraum.

Zentraler Raum der Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz ist eine große Wohnküche. Die zwölf Bewohner sollen laut Süß so weit wie möglich selbstbestimmt leben können. Es sei nicht geplant, den Bereich abzusperren. Sehr schwere Fälle von Demenz mit starken Weglauftendenzen könne man daher wohl nicht aufnehmen.

Angebot auch außerhalb?

Noch offen ist, ob der Berliner Pflegedienstleister seine Dienste irgendwann auch außerhalb seiner eigenen Einrichtung in Lohr und Umgebung anbietet. Aktuell sei dies nicht geplant, sagte Süß, da man bei einer Vollbelegung der Wohneinheiten genug zu tun habe. Aber ausschließen wolle sie dies nicht.

Lohr ist laut Schuppach der erste Standort von Advita in Bayern. Die bisher existierenden Niederlassungen lägen vor allem in Ostdeutschland. Das seit 1994 existierende Unternehmen mit aktuell gut 2500 Mitarbeitern expandiere "rasant", so Schuppach. Es plane, in recht kurzer Zeit auf 60 Standorte anzuwachsen, etliche davon sollen im Bayern und Baden-Württemberg entstehen, einer vielleicht ganz in der Nähe: Laut Süß ist geplant, dass Advita auch in Marktheidenfeld eine Einrichtung eröffnet. Partner bei der Realisierung wäre dort wie in Lohr der Bamberger Investor KRE. Er hat das Lermann-Gelände gekauft und will dieses entwickeln.

Paul: Innenstadt sehr attraktiv

Doch vorerst zeigte sich Süß froh, dass Advita mitten in Lohr einen Standort gefunden hat. Bürgermeister Mario Paul hieß Unternehmen und Mitarbeiter willkommen "in einem starken Gesundheitsnetzwerk" in der Stadt. Diese habe auf das Angebot von Advita "lange gewartet". Wohnen in der Innenstadt sei nicht nur für Senioren "so attraktiv wie nie", der Bedarf an Tagespflege hoch. Paul freute sich darüber, dass auf dem nun nahezu komplett vermieteten Neubau auf dem Brauereiareal in der Summe rund 100 Arbeitsplätze entstanden sind.

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