Lohr

Astrazeneca-Impfstoff wird in Main-Spessart akzeptiert

Den Impfstoff kann sich niemand aussuchen. Wer ein Impfangebot ablehnt, muss sich hinten anstellen. Am Klinikum sind bislang gut 60 Prozent des Personals geimpft.
Eine Ampulle mit dem Impfstoff Astrazeneca.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa | Eine Ampulle mit dem Impfstoff Astrazeneca.

Im Klinikum Main-Spessart und in den Alten- und Pflegeheimen im Landkreis sind die Erstimpfungen laut Landratsamt "so weit erfolgt, im Zuge von Nachholterminen werden aktuell dort die letzten Zweitimpfungen verabreicht". Abhängig von der Belieferung mit Impfstoff werden durch das Impfzentrum in Lohr zwischen 250 bis 350 Impfungen pro Betriebstag verabreicht.

Unter 64-Jährige erhalten bislang ausschließlich den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca. Den Impfstoff könne sich niemand aussuchen. "Das Einladungssystem lässt auch keine Buchungen von Personen unter 64 auf andere Impfstoffe zu", heißt es von der Pressestelle des Landratsamts. Der Impfstoff von Astrazeneca wird im Landkreis offenbar akzeptiert, bislang habe im Impfzentrum in Lohr "nur eine sehr geringe Anzahl von Personen die Impfung beim Termin abgelehnt". Grundsätzlich würden die Impfstoffe "en bloc" verimpft, also etwa vormittags Biontech, nachmittags Astrazeneca, um zu gewährleisten, dass nicht versehentlich ein nicht für die betreffende Person vorgesehener Impfstoff verabreicht wird.

Bei Astrazeneca bleibt kein Impfstoff übrig

Was passiert mit "übrigen" Impfdosen? Vom Landratsamt heißt es: "Hinsichtlich des Impfstoffs des Herstellers Astrazeneca stellt sich das Problem übrig gebliebener Impfdosen nicht, da dieser Impfstoff bei Kühlschranktemperatur (2 bis 8 °C) bis zu sechs Monate gelagert werden kann." Übrig gebliebene Impfdosen der Hersteller Biontech Pfizer und Moderna würden regelmäßig bei kurzfristigen Terminen Personen der höchsten Priorisierungsgruppe verabreicht.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Klinikum und in den Alten- und Pflegeheimen im Landkreis haben bereits ein Impfangebot erhalten. Wer ein Impfangebot ablehnt, erhalte den Hinweis, dass er in nächster Zeit nicht mehr mit einer Impfung rechnen kann, teilt die Pressestelle das Landratsamts auf Anfrage mit. Dies gelte für alle Personen und Berufsgruppen, also auch für das Personal des Krankenhauses oder in der Altenpflege.

Auch schon ehemals positive Mitarbeiter geimpft

Nach einer überstandenen Infektion bei Krankenhaus- oder Heimpersonal werde es derzeit nach Rücksprache mit dem Impfzentrum so gehandhabt, dass drei Monate gewartet wird, weshalb Ende März noch Impfungen anstehen, heißt es vom Klinikum. Bei den Impfungen in den Senioreneinrichtungen durch das mobile Impfteam gibt es auch schon ehemals positive Mitarbeiter, die geimpft sind.

Im Klinikum Lohr und Marktheidenfeld sind derzeit rund 63 Prozent der Mitarbeiter geimpft, im Kreisseniorenzentrum Marktheidenfeld im Moment 55 Prozent und im Kreisseniorenzentrum in Gemünden rund 50 Prozent. In diesen Seniorenheimen seien Mitarbeiter mit überstandener Infektion jedoch noch nicht geimpft.

Empfehlung: Positiv Getestete sollten sechs Monate bis zur Impfung warten

Bei anderen Personen, die einmal positiv auf Corona getestet wurden oder Antikörper haben, halte sich der jeweils diensthabende Impfarzt an die Empfehlungen des RKI und der Ständigen Impfkommission. Demnach sollten laut RKI angesichts eines zu erwartenden "zumindest vorübergehenden" gewissen Schutzes vor einer Erkrankung, zur Vermeidung überschießender Nebenwirkungen und in Anbetracht des bestehenden Impfstoffmangels ehemals an Covid-19 erkrankte Personen unter Berücksichtigung der Priorisierung im Regelfall etwa sechs Monate nach Genesung geimpft werden.

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