Lohr

Auch nach Neu-Start wird sich Theater kaum lohnen

Virtuelle Spendenübergabe (von oben links, im Uhrzeigersinn): Herbert Lochner-Grossmann, Michael Franz, Sven Roth, Frank Bernard, Jürgen Sommerer und Alexandra Seitz.
Foto: BDS | Virtuelle Spendenübergabe (von oben links, im Uhrzeigersinn): Herbert Lochner-Grossmann, Michael Franz, Sven Roth, Frank Bernard, Jürgen Sommerer und Alexandra Seitz.

Der Bund der Selbständigen (BDS) unterstützt vier Kunst- und Kultureinrichtungen des Landkreises Main-Spessart mit einer Spende von je 300 Euro: das Film-Photo-Ton-Museum im Huttenschloss Gemünden, das Theater "Spessartgrotte" Langenprozelten, die Theatergruppe "Die Gaukler" (Lohr) und die Theaterbühne "Krimikeller" in Rothenfels.

Die Spendenübergabe erfolgte vorige Woche virtuell in einer Video-Schalte mit BDS-Nordbayern-Geschäftsführer Frank Bernard (Lohr-Sackenbach) und dem neuen BDS-Vorsitzenden Main-Spessart, Sven Frank (Marktheidenfeld). Der BDS und seine Mitgliedsunternehmen sind laut Bernard regelmäßig zu Besuch in den hiesigen Theatern. In Corona-Zeiten sei das nicht möglich, und die Theaterbühnen hätten trotz staatlicher Hilfen wirtschaftliche Probleme. So sei die Idee entstanden, die Einrichtungen mit Spenden zu unterstützen.

Das aktuelle Spielverbot trifft die Langenprozeltener Spessartgrotte nicht nur finanziell, sagte die Vorsitzende des Fördervereins, Alexandra Seitz. Auch Nachwuchsförderung sei nicht möglich. Der Vorsitzende des Huttenschloss-Museumsvereins, Jürgen Sommerer, berichtete, mittlerweile neun Monate ohne Filmaufführungen und sonstige Events seien frustrierend.

Den Blick auf die Zeit nach dem Ende des totalen Spielverbots lenkte der Leiter des Krimikellers, Michael Franz. In der Phase nach einem Neu-Start, wann auch immer das sein möge, erwartet Franz durch weitere Auflagen wie Zuschauerbeschränkungen ein Berufsverbot durch die Hintertür. Denn auch Theaterabende mit nur 15 oder 20 Zuschauern blieben defizitär.

Proben kaum möglich

Sogar Theaterproben unter strengen Corona-Auflagen seien kaum möglich, ergänzte der Vorsitzende des Theatervereins "Die Gaukler", Herbert Lochner-Grossmann. Sein Verein sei nicht so stark wie die anderen Bühnen betroffen, weil er nur Mieter im Weinkeller Mehling sei und die Aufführungen in der Spielzeit 2019/20 fast alle noch stattfanden. "Zumindest im ersten Lockdown sind wir mit einem blauen Auge davongekommen", so Lochner-Grossmann.

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