Himmelstadt

Autos behindern Feuerwehr beim Ausrücken

Bei einer Alarmierung "schnell wie die Feuerwehr" auszurücken ist für die Himmelstadter Feuerwehr nicht immer leicht. Nach der Vorstellung des Jahresbedarfs für 2021 schilderte Kommandant Joachim Zürn im Gemeinderat, dass geparkte Autos oft für enge Verhältnisse sorgen und das Ausrücken mit den breiten Löschfahrzeugen erschweren.

Dabei liegt die Daimlerstraße im Himmelstadter Gewerbegebiet in einer Halteverbotszone. Doch das wird wohl nicht immer beachtet. Bürgermeister Herbert Hemmelmann sprach davon, Kunden eines Lebensmittelgeschäfts würden oft auf der Straße parken, trotz Schildern auf dem Firmenparkplatz, genau das nicht zu tun. Für den Bau des vor zwei Jahren eingeweihten Feuerwehrhauses im Gewerbegebiet hatte es auch eine Rolle gespielt, dass ein schnelleres Ausrücken möglich ist als mitten im Ort.

Parkverbot wird übersehen

Die Diskussionen im Gemeinderat reichten von einer strikteren Parküberwachung bis hin zu einem absoluten Halteverbot für die Ab- und Zufahrtsrouten zum Feuerwehrhaus. Dafür müsste allerdings vermutlich die derzeitige Halteverbotszone (mit einem eingeschränkten Halteverbot) aufgelöst werden. Diese wurde auch einführt, um einen "Schilderwald" zu vermeiden. Möglicherweise wird aber genau dieses Schild bei der Fahrt ins Gewerbegebiet kaum wahrgenommen. Auch einige Gemeinderäte räumten ein, dass sie es lange übersehen hätten.

Zunächst soll es jetzt einen Ortstermin an einem Samstagvormittag mit der Feuerwehr und dem Sachbearbeiter "Verkehr" der Polizei Karlstadt geben.

Neuer Transportwagen

Für die Jahresbeschaffung der Feuerwehr werden rund 15 000 Euro im Gemeindehaushalt eingeplant. Davon sind allein 3500 Euro für eine Feuerwehr-Spezialsoftware nötig, welche die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren erleichtern soll, etwa bei der Schlauchpflege. Etwa 3000 Euro entfallen auf den Bereich Atemschutz. Ein Feuerwehrführerschein schlägt mit 2000 Euro zu Buche, die Beklebung der neuen Mannschaftstransportwagens ähnlich den anderen Feuerwehrfahrzeugen in Himmelstadt mit 2400 Euro. Der Mannschaftstransportwagen erhält gerade bei einer Spezialfirma seinen Feuerwehraufbau, wird acht Feuerwehrleute transportieren können und laut Kommandant zwischen Juli und September fertig sein.

Neu im Jahresetat ist ein Systemtrenner, der am Steigrohr nachgerüstet werden muss. Er verhindert, dass Wasser aus einem Feuerwehrschlauch in den Hydranten und damit die Trinkwasserversorgung zurück gedrückt werden kann.Vorgeschrieben ist ein Systemtrenner je Fahrzeug, er kostet etwa 1900 Euro.

Rettungswesten für Feuerwehrboot

Nach zehn Jahren erneuert werden müssen die vier Rettungswesten für die Besatzung des Feuerwehrbootes. Eine kostet 200 Euro, wie Kommandant Joachim Zürn erklärte, sind sie kompakter als die bekannten "Schwimmwesten" und können deshalb auch zusammen mit Atemschutzausrüstung verwendet werden.

Ausbildung und Übungen sind derzeit schwierig für die Feuerwehren. Deshalb wurde ein Online-Schulungsprogramm für bis zu 30 Teilnehmer gebucht. Die Kosten liegen bei knapp 25 Euro im Monat oder 300 Euro im Jahr.

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