Rieneck

Bahnstrecke im Sinngrund wird 2025 vollsaniert

Landtagsabgeordnete Kerstin Celina sucht am Bahnhof Rieneck die Barrierefreiheit.
Foto: Gerhard Kraft | Landtagsabgeordnete Kerstin Celina sucht am Bahnhof Rieneck die Barrierefreiheit.

Die Sanierung der Bahnstrecke im Sinngrund und die Modernisierung der anliegenden Bahnhöfe werden regelmäßig bei „Runden Tischen“ mit Vertretern der Bahn diskutiert. Dabei geht es konkret um Themen wie die Anbindung des Bahnsteiges an den vorhandenen Radweg am Rienecker Bahnhof sowie die Errichtung von Fahrradständern, um barrierefreien Ausbau und die Aufenthalts- und Nutzungsqualität der Bahnhöfe Gemünden, Rieneck, Burgsinn, Mittelsinn und Obersinn, heißt es in einer Pressemitteilung des Grünen.

Als problematisch erweisen sich neben der Finanzierung der einzelnen Projekte immer wieder die unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse an den Bahnhofsgrundstücken und die potenzielle Beeinträchtigung des Zugverkehrs. Kerstin Celina, Grüne Landtagsabgeordnete aus dem benachbarten Landkreis Würzburg und Mitglied des “Runden Tisches“, fragte bei der DB im Rahmen der regelmäßig im Landtag stattfindenden Gesprächstermine nach der konkreten Zeitplanung für die Sanierung der Sinntalstrecke und erhielt zur Antwort, dass die Planung für die Umsetzung des Projekts vom Jahr 2024 jetzt auf das Jahr 2025 verschoben wurde.

Die Bahn argumentiert, das Sinntal mit seinen vielen ökologisch wertvollen und sensiblen Bereichen stelle ihre Planer vor besondere Herausforderungen, insbesondere bei der Planung eines umweltverträglichen Bauablaufs. Die Bahn verweist darauf, dass deswegen weitere und tiefergehende Untersuchungen und Genehmigungsverfahren erforderlich seien und die Strecke Flieden-Gemünden im Jahr 2024 zusätzliche Umleitungsverkehre aufnehmen müsste, um das Großprojekt „Schnellfahrstrecke Erfurt –Ebensfeld –Nürnberg“ abschließen zu können.

Celina kommentiert die Verschiebung: „Natürlich hätte ich mich gefreut, wenn wir im Jahr 2024 unsere Strecke und die anliegenden Bahnhöfe hätten modernisieren können, aber andererseits freue ich mich darüber, dass die DB Netz AG sehr gründlich auf die Belange des Natur- und Umweltschutzes eingehen will, um die Baumaßnahme möglichst schonend durchzuführen.“

Mit der Verschiebung um ein Jahr könnte auch die Chance für die Sinntalgemeinden im Landkreis Main-Spessart steigen, barrierefreie Bahnhöfe und Haltepunkte zu realisieren, denn so könnten nun auch Machbarkeitsstudien und Varianten ohne Zeitdruck erstellt und eingebracht werden.

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