Neustadt am Main

Bau des Hochbehälters auf Neustadter Hornungsberg kann starten

So soll der neue Hochbehälter auf dem Hornungsberg oberhalb des alten Wasserspeichers aussehen.
So soll der neue Hochbehälter auf dem Hornungsberg oberhalb des alten Wasserspeichers aussehen. Foto: Baurconsult

Als nächstes Projekt der Trinkwassersanierung der Gemeinde Neustadt kann der Bau des Hochbehälters auf dem Hornungsberg in den nächsten Wochen starten. Der Gemeinderat vergab in der letzten Sitzung der Amtsperiode den Auftrag für die Bautechnik und den Hallenbau.  Die Arbeiten für die Bautechnik des Hochbehälters gingen für 318 341 Euro einstimmig an die Firma Michel Bau GmbH aus Klingenberg. Von den vier Angeboten war dies laut Bürgermeister Stephan Morgenroth das wirtschaftlichste.

Lediglich ein Angebot ging für den Hallenbau ein. Den Auftrag bekam einstimmig die Fa. RST Stahlbau GmbH aus Niederlauer mit einem Auftragsvolumen in Höhe 352 616 Euro. Als eiliges Dienstgeschäft hatte der Rathaus-Chef den Zaunbau an den beiden Quellen vergeben. Für 29 617 Euro erledigt dies die Firma Zaun & Sicherheit GmbH (Marktheidenfeld).

Grundsatzbeschluss zur Kanalsanierung

Mit einem Grundsatzbeschluss läuteten die Gemeindevertreter auch die Kanalsanierung ein. Eine Kamerabefahrung des Kanalnetzes vor zwei Jahren zeigte teils »schwere Schäden«, die unter anderem durch Engpässe zu Stauungen, wie beispielsweise im Bereich des Abzweigs Hornungsbergstraße / Pfalzbrunnenstraße führen. An Stellen, wo im Zuge der Trinkwassersanierung neue Leitungen im Straßenuntergrund gelegt werden müssen, soll auch gleich der Kanal repariert werden. Alle anderen Reparaturen folgen später. Die Gemeinde und kann mit einer Förderung von 270 Euro pro laufenden Meter rechnen. Die Zuschussanträge sind bereits gestellt.

Die Hauptstraße ist mit 350 Meter der längste auszutauschende Abschnitt. Weil das für die Staatsstraße zuständige Staatliche Bauamt in den nächsten eineinhalb Jahren nicht dazukomme, so lange läuft die Förderung, hat sich Bürgermeister Morgenroth an das Ministerium und den Landtagsabgeordneten Thorsten Schwab gewandt. Er regte eine Verlängerung des Förderzeitraums an. »Die Einnahmen, mit denen wir kalkulieren, müssen wir auch bekommen«, sagte Morgenroth vor dem Hintergrund, dass es auf Grund von Corona im nächsten Jahr bei der Einkommenssteuerbeteiligung und der Gewerbesteuer zu Mindereinnahmen kommt.

Um Zeit zu sparen, war in der Siedlung ursprünglich geplant, nur die Wasserleitungen zu verlegen. Nun hat sich gezeigt, dass es in einigen Bereichen wie in der Bogenstraße oder am Lindenrain doch sinnvoll ist, die Versorger mit ins Boot zu nehmen und die Straße fertig zu machen.

Jede mögliche Förderung ausschöpfen

»Wir werden auch keine Sanierung machen, das können wir uns nicht leisten«, sagte der Rathaus-Chef. »Wir müssen durch die Förderung alles mitnehmen was geht«, so Morgenroth weiter. Die neuen Wasserleitungen werden nicht auf die Trasse der alten Leitung gelegt, so dass keine Notversorgung notwendig wird. Alle Hausanschlüsse werden bis ins Grundstück neu gelegt. Die Anwohner werden rechtzeitig informiert.

Voraussichtlich geht die sanierte Quelle am 18. Mai in Neustadt an das Trinkwassernetz. Erlach soll nach einem Probebetrieb baldmöglichst folgen. »Das Wasser ist top«, sagte Morgenroth zur ersten Beprobung nach Anschluss der Entsäuerungsanlage.

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