Michelrieth

Baubeginn für das Bürgerhaus mit Pfarramt in Michelrieth

Zu einem Treffpunkt für Dorfgemeinschaft und Vereine sowie zu einer Anlaufstelle für die Kirchengemeinde soll das 2,8 Millionen Euro teure Projekt im Stadtteil werden.
Der Neubau des Bürgerhauses mit Pfarramt in Michelrieth beginnt (von links): ALE-Chef Jürgen Eisentraut, CSU-Abgeordneter Thorsten Schwab, Bürgermeister Thomas Stamm, Bauunternehmer Stefan Schäfer, Pfarrer Reinhold Völler, Architekt Georg Redelbach und der stellvertretende Bauamtsleiter Andreas Burk beim Spatenstich.
Foto: Joachim Spies | Der Neubau des Bürgerhauses mit Pfarramt in Michelrieth beginnt (von links): ALE-Chef Jürgen Eisentraut, CSU-Abgeordneter Thorsten Schwab, Bürgermeister Thomas Stamm, Bauunternehmer Stefan Schäfer, Pfarrer Reinhold ...

So ungemütlich feuchtkalt die Witterung auch war, so warm war es den meisten Beteiligten beim Spatenstich für das neue Bürgerhaus mit Pfarramt in Michelrieth doch ums Herz: Mehrere Redner bekannten, dass es sich hier um ein emotionales Projekt handele, und wie froh sie seien, dass es nun nach langer Vorgeschichte endlich losgehe.

Marktheidenfelds Bürgermeister Thomas Stamm bedauerte am Mittwochnachmittag allerdings, dass die Bevölkerung wegen Corona nicht dabei sein könne, und hoffte auf ein späteres Einweihungsfest ohne Einschränkungen.

Wie wichtig solche Vorhaben für eine Dorfgemeinschaft seien, machte CSU-Landtagsabgeordneter Thorsten Schwab aus Hafenlohr deutlich. Es sei ihm ein Anliegen, dafür Gelder in die Region zu bekommen. Bürgerhäuser sorgten dafür, dass ein Ort lebendig bleibe. In Michelrieth werde damit eine Begegnungsstätte für die Menschen geschaffen.

Eine seltene Kooperation von Pfarrgemeinde und Kommune

Jürgen Eisentraut, der Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) in Unterfranken, verwies darauf, dass es vom Freistaat und von der EU geförderte ELER-Projekte in allen Marktheidenfelder Stadtteilen gebe. "Das Geld ist hier vorbildlich aufgehoben und kann gute Dinge bewirken", freute er sich. Mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses werde sich die Wohn- und Lebensqualität in Michelrieth nachhaltig verbessern, zeigte er sich zuversichtlich.

Auf gutes Wetter und eine unfallfreie Bauzeit hoffte Bauunternehmer Stefan Schäfer, der sich als gebürtiger Michelriether besonders freute, den Zuschlag bekommen zu haben. Das Richtfest ist für April bis Mai 2021 geplant, die Fertigstellung im Jahr darauf.

Nur kurz riss der evangelische Pfarrer Reinhold Völler die "Never-ending-Story" an. 28 Jahre habe er an diesem Ort, wo nun der Neubau entsteht, gewohnt. Jetzt sei er in Würzburg zu Hause, plane aber, wieder zurückzukommen. Nach wie vor ist Völler als Pfarrer für Michelrieth zuständig. Deshalb hofft er, dass das Pfarramt bald in die neuen Räume einziehen könne. Bayernweit sei es erst das zweite Projekt, bei dem die evangelische Kirchengemeinde und die politische Gemeinde gemeinsam ein solches Gebäude realisierten.

Einfachere Vorschriften wären für Gemeinschaftsprojekte wichtig

Architekt Georg Redelbach fand, die Stadt habe für das Bürgerhaus den besten Platz in Michelrieth gewählt – von hier aus habe man die Kirche, das alte Pfarrhaus und das Wirtshaus im Blick. Die Ausführung erfolge in fränkischer Architektur, die in die Landschaft passe.

Genutzt werden könne das Gebäude von den unterschiedlichsten Gemeinschaften des Stadtteils und im Untergeschoss gebe es Vereinsräume, die ebenerdig auf das Freigelände führen. An den Landtagsabgeordneten und die Behörden appellierte Redelbach, in Zukunft die Vorschriften wie etwa den Immissionsschutz zu vereinfachen. Gerade für solche Gemeinschaftsprojekte sei das wichtig. 

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"Für solche Projekte müssen viele Menschen an einem Strang ziehen", stellte Andreas Burk, der stellvertretende Bauamtsleiter, fest. In Michelrieth habe sich ein gutes Team zusammengefunden. Er hoffte, dass der Bau zeitlich und kostenmäßig wie geplant über die Bühne gehen könne. 

Für das Gebäude und die Außenanlagen sind 2,8 Millionen Euro veranschlagt. Die Pfarrgemeinde steuert 400 000 Euro bei, die sich aus einem Grundstücksteil und einer Zuzahlung zusammensetzen. Vom ALE kommen weitere rund 845 000 Euro.

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