Karlstadt

Beim Museum der Stadt und der Tourist-Info geht's voran

Architektin Silja Wiener stellt dem Karlstadter Bauausschuss Pläne für den Eingangsbereich in der Hauptstraße 9 vor.
Wird saniert und umgebaut: das Stadtgeschichtliche Museum in Karlstadt (hier ein Foto vom April 2020).
Foto: Karlheinz Haase | Wird saniert und umgebaut: das Stadtgeschichtliche Museum in Karlstadt (hier ein Foto vom April 2020).

Zunächst mal zur Namensklärung: Seit geraumer Zeit läuft die Sanierung an dem historischen Gebäude in der Karlstadter Hauptstraße, das künftig die Tourist-Info und die Kunst-Sammlung des früheren Würzburger Domkapitulars Jürgen Lenssen beherbergt. Im Stadtrat und anderswo war bisher immer etwas unbeholfen von "Hauptstraße 9" oder dem "künftigen Museum" die Rede. Nun ist klar: "Museum der Stadt Karlstadt" wird das Gebäude künftig heißen.  

Es wird neben den genannten Bestandteilen auch das stadtgeschichtliche Museum im bisherigen Nachbargebäude mit der Hausnummer 11 beinhalten. "Dafür gibt's dann auch nur noch eine Hausnummer", erklärte Bürgermeister Michael Hombach in der Sitzung des Karlstadter Bauausschusses. Architektin Silja Wiener stellte ihren Entwurf für den Eingangsbereich des Museums vor, in dem durch einen großen Durchbruch die Vereinigung der Gebäude vollzogen wird.

In diesem Eingangsbereich wird dann auch die von Kornelia Winkler geleitete Touristinfo der Stadt unterkommen. In einer früheren Planung waren die Kosten für Wanddurchbruch und Gestaltung dieses Bereichs mit 250 000 Euro bemessen worden. Der Stadtrat beschloss dann, durch Verwendung des bestehenden Mobiliars die Kosten auf etwa 190 000 Euro zu drücken. Silja Wieners Pläne basieren auf diesem Haushaltsansatz.

Plädoyer für eine neue Theke

Allerdings empfahl sie der Stadt, in eine neue Theke zu investieren, was die Kosten auf rund 200 000 Euro steigen ließe. Die Theke wird visuell zum Mittelpunkt des Raums. Die bestehende Anlage ließe auf einer Seite aber nur einen 60 Zentimeter breiten, nicht barrierefreien Durchgang für die Mitarbeiter zu. Bürgermeister Michael Hombach signalisierte seine Bereitschaft: "Wir haben im Bauhof einen sehr versierten Schreiner." Gleichwohl wolle die Stadt "die Kosten im Visier behalten".

Hinter der Theke ist Platz für ein Backoffice und einen Sozialraum fürs Personal der Touristinfo. An den Wänden lassen sich Prospekte in Regalen auslegen und in Vitrinen Ausstellungsstücke zeigen. Außerdem ist Platz für eine Sitzecke. An einer Wandstelle lassen sich der Farbverlauf und die historische Entwicklung des Gebäudes aufzeigen. Durch den großen Durchbruch zum Nachbargebäude soll der Eindruck eines großen Raums entstehen. Durch eine teilbare Glastür wird die von der Hauptstraße aus rechte Raumhälfte jedoch abtrennbar und beispielsweise als Besprechungsraum nutzbar.

Eigentlich war nur eine Information durch die Architektin vorgesehen. Auf Anregung von Marco Amrhein, Leiter der Bauabteilung, ließ der Bürgermeister über den Entwurf abstimmen. Der Bauausschuss stimmte einstimmig zu und beauftragte Wiener mit der Auftragsplanung.

Finanzielle Punktlandung bei den Vergaben

Außerdem vergab der Bauausschuss einige Arbeiten. Die Firma Fritz Schwab aus Hafenlohr übernimmt Schreinerarbeiten für rund 32 000 Euro. Die Schreinerei Klemm aus Unterelsbach baut für rund 27 000 Euro eine Treppe ein. Um den Bodenbelag kümmert sich Reinhold Haupt aus Münnerstadt für knapp 160 000 Euro. Metallbau Reulbach aus Unterelsbach baut für 63 000 Euro Brandschutztüren ein.

Restaurierungsarbeiten für knapp 44 000 Euro gehen an die Firma Penner aus Kürnach. Weil Arbeiten an den Klappläden mit den Fensterarbeiten vergeben wurden, blieb dieses Gewerk rund 15 000 Euro unter dem Haushaltsansatz. Beim Thema Holzfenster wurden zwölf Firmen zur Angebotsabgabe aufgefordert, nur die Schreinerei Breitenbach aus Aschfeld gab tatsächlich eins ab und erhielt für 75 000 Euro den Zuschlag.

In der Summe bleiben die Kosten von knapp 399 000 Euro unter dem Ansatz von 400 000 Euro. Alle Vergaben erfolgten einstimmig.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Main-Spessart und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Karlstadt
Markus Rill
Aschfeld
Bauhöfe
Bürgermeister und Oberbürgermeister
Gebäude
Jürgen Lenssen
Metallbau
Pläne
Schreinereien
Stadt Karlstadt
Stadtgeschichte
Stadträte und Gemeinderäte
Städte
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!