Stetten

Beim Tanz in den Mai hat es geblitzt

Der Zweite Bürgermeister Theo Dittmaier (rechts) gratulierte dem Jubelpaar Hiltrud und Georg Gerhard zur Goldenen Hochzeit.
Foto: Günter Roth | Der Zweite Bürgermeister Theo Dittmaier (rechts) gratulierte dem Jubelpaar Hiltrud und Georg Gerhard zur Goldenen Hochzeit.

Im Kreise ihrer Familie und Freunde feierten Hiltrud und Georg Gerhard in der Stettener Pointstraße das Fest ihrer Goldenen Hochzeit. Die Glückwünsche der Stadt Karlstadt überbracht der Zweite Bürgermeister Theo Dittmaier.

"Tausend Mal berührt, tausend Mal ist nix passiert!" Für das Jubelpaar hat der alte Song der Klaus Lage Band eine besondere Wahrheit: Die beiden waren (fast) Nachbarkinder in der heutigen Werntalstraße. Die Bäckerstochter Hiltrud, Jahrgang 1942, und Georg, Jahrgang 1940, "von der Posthilfsstelle" waren gerade mal durch ein Haus getrennt. Bei nur zwei Jahren Altersunterschied hatte man in der Schule und in der Freizeit beim Spielen ständig Kontakt zu einander. Doch  erst 1966 beim Tanz in den Mai "hat es geblitzt zwischen uns beiden", sagt Georg heute. Die bisherige Freundschaft wurde immer vertrauter.

Es dauerte dann auch nicht lange, bis der Vater des Mädchens misstrauisch wurde: "Die Hiltrud is alleweil so oft und lange am Abend im Garten", warnte er damals die Mutter. Tatsächlich war der verschwiegene Garten der ideale Treffpunkt für ein junges Paar. Und bald begannen die zwei auch, Pläne für die Zukunft zu schmieden. Der junge Postbeamte hatte schon mit 17 Jahren einen Bausparvertrag abgeschlossen, und südlich der Bahnlinie hatte die Familie in der Pointstraße ein geeignetes Grundstück. So begannen die Brautleute 1968 - noch vor der Hochzeit - mit dem "Nestbau", in den sehr viel Eigenleistung geflossen ist. 1969 haben sie geheiratet.

Im Lauf der Jahre stellten sich dann die beiden Kinder ein. Hiltrud hatte mit ihrer Familie, mit dem Haus und dem großen Garten vollauf zu tun, so dass aus ihrem eigentlichen Traumberuf Kindergärtnerin doch nichts wurde. Zu den zwei Kindern kamen schließlich noch drei Enkelkinder.

Die Gerhards sind im Lauf der Jahre aus dem gesellschaftlichen Leben in Stetten nicht mehr wegzudenken, vor allem aus dem Leben der Pfarrei. Hiltrud betreute als "Mutter der Blüten" über 30 Jahre lang den Blumenschmuck in der Kirche und bekocht auch heute noch bei Bedarf die Aushilfspfarrer. Georg ist von Anfang an, seit 2000, als "Herr des Pfarrheims" gewissermaßen schon ein Teil des Gebäudes, das er gewissenhaft verwaltet. Darüber hinaus gehörte er über 20 Jahre dem Pfarrgemeinderat und sechs Jahre der Kirchenverwaltung an. Bei der Kolpingfamilie ist er Gründungsmitglied. Beide sind auch seit vielen Jahrzehnten Mitglied im Gesangverein.

Der große Einsatz des Ehepaares für seinen Heimatort zeigt sich auch an der Vielzahl der Ehrungen, die ihnen zuteil geworden sind. Hiltrud wurde mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet und auch gemeinsam mit ihrem Mann mit der "Landkreisehrung in Gold". Georg erhielt neben Vereins-Würdigungen vor allem die Bruno-Medaille des Bistums Würzburg.

Obwohl Hiltrud und Georg mit Stetten engstens verbunden sind, gab es für sie doch einige interessante Reisen in europäische Länder. Weil er nicht fliegen und sie nicht aus offene Meer will, hat man sich auf Flusskreuzfahrten geeinigt und nimmt mit großer Freude an den regelmäßigen Ausflügen der Kolpingfamilie teil.

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