Karlstadt

BI gegen die B 26 kritisiert Alexander Hoffmann

„Alexander Hoffmann vertritt, obwohl er mit Mitte 40 wohl eher zu den jüngeren Bundestagsabgeordneten zählt, uralte, überholte Meinungen, was Straßenbau und Infrastruktur angeht.“ So reagiert die Bürgerinitiative (BI) gegen die B 26n auf die Pressemitteilung Hoffmanns, in der er die Planung dieser Trasse durch Main-Spessart rechtfertigt.

In der Pressemitteilung der BI heißt es, die Vorstandsmitglieder seien eigentlich zusammengekommen, um das Vorgehen des Vereins im Planfeststellungsverfahren zum ersten Bauabschnitt bei Arnstein zu planen. Die Stellungnahme Hoffmanns habe dann aber Priorität gehabt.

BI-Beisitzer Wolfgang Rupp wird zitiert: "Wir haben vor wenigen Tagen die Bilder der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ansehen müssen. Selbst die Kanzlerin hat angesichts der Verwüstung geäußert, dass wir uns sputen (müssen… und) schneller werden (müssen) beim Kampf gegen den Klimawandel. Nun serviert MdB Hofmann eine Straße auf dem Silbertablett. Welch antiquierter Politikstil, welche Ignoranz gegenüber den eigentlichen Herausforderungen unserer Zeit."

Mobilitätswende ein Teil des Klimaschutzes

Spätestens jetzt müsse doch der Letzte begreifen, dass es höchste Zeit zum Umdenken ist. Jeder weitere versiegelte Quadratmeter mehr, jedes weitere Kilogramm CO2, dass in den Straßenbau „investiert“ wird, gehe auf Kosten der nachfolgenden Generationen. Rupp: "Die Mobilitätswende muss ein wesentlicher Bestandteil des Klimaschutzes sein."

Die BI kritisiert die schlechte digitale Infrastruktur im Landkreis, die bei Homeoffice und Homeschooling offensichtlich werde. Schon um das umweltschädliche Berufspendeln auf ein Mindestmaß zu reduzieren, sei der digitale Ausbau alternativlos.

Günter Koser, Bürgermeister der Gemeinde Steinfeld, sagte, er könne vor allem den Ausführungen Hoffmanns zu Lohr nicht folgen. Für ihn sei klar, dass die B26n erst Verkehrsprobleme westlich von Karlstadt und besonders in Richtung Lohr und die Orte um Lohr, wie Steinfeld, Rechtenbach und in das Lohrtal bringt. „Wenn die B26n erst in Karlstadt endet, fahren nach den ,weichgespülten' Verkehrszahlen aus der Lohrer Stadtratssitzung 1400 Kfz, davon 900 Lkw, mehr durch Steinbach. Und selbst mit drittem Bauabschnitt und der dritten Main-Brücke würden danach 1200 Kfz, davon 800 Lkw mehr jeden Tag durch die Rechtenbacher Straße und 900 Kfz mehr durch die Partensteiner Straße fahren. Das schafft natürlich Probleme, die man ohne die B26n nicht hätte.“

In der Pressemitteilung heißt es, die Bürgerinitiative gegen die B26n bemühe sich seit Jahren um eine  Entlastung im Werntal und habe unter anderem bereits mehrmals ein Tempolimit und ein Verbot des Transitverkehrs gefordert. Solche Lösungen würden auch die Gemeinden westlich von Lohr entlasten.

Die Bürgerinitiative will alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen, um das Projekt im Planfeststellungsverfahren beziehungsweise auf dem anschließenden Klageweg zu verhindern.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Main-Spessart und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren / Autorinnen
Karlstadt
Alexander Hoffmann
Bundeskanzlerin Angela Merkel
Bundesstraße 26n
Günter Koser
Hochwasser und Überschwemmung
Klimaschutz
Probleme im Bereich Verkehr
Probleme und Krisen
Straßenbau
Tempolimit
Umweltschäden
Westumgehung Würzburg
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!