Karlstadt

BI gegen die B26n: Information durch Bauamt ist mangelhaft

Die Bürgerinitiative hatte in Würzburg um ein Gespräch gebeten, wurde jedoch vertröstet. Das verwundert, denn noch im Sommer soll die Planfeststellung beantragt werden.
Der erste Bauabschnitt der geplanten B26n. Laut Bürgerinitiative soll noch im Sommer die Planfeststellung dafür beantragt werden.
Foto: Staatliches Bauamt Würzburg | Der erste Bauabschnitt der geplanten B26n. Laut Bürgerinitiative soll noch im Sommer die Planfeststellung dafür beantragt werden.

Mangelhafte Information der betroffenen  Bürger und Kommunen durch das Staatliche Bauamt Würzburg kritisiert die Bürgerinitiative gegen die B26n in einer Pressemitteilung. Noch in diesem Sommer soll die Planfeststellung für den ersten Bauabschnitt der B26n von Arnstein bis Müdesheim beantragt werden, schreibt die BI, und sieht die rechtliche und politische Beteiligung der Bürger, Städte und Gemeinden durch das Verhalten des Straßenbauamtes gefährdet.

Dass die Öffentlichkeitsbeteiligung beim größten Straßenneubauprojekt in Nordbayern für die Behörde einen "einen geringen Stellenwert hat" schließt die Bürgerinitiative aus der Reaktion auf die Anfrage des BI-Vorstands wegen eines Informationsgespräch beim Staatlichen Bauamt. Sie habe von Amtsleiter  Andreas Hecke die Antwort erhalten, dass er einen Gesprächstermin „zum jetzigen Zeitpunkt für entbehrlich“ halte.

Armin Beck, der stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative, ist über diese Antwort irritiert. Zumal es für Karlstadts Bürgermeister und Stadtverwaltung erst kürzlich eine Information des Staatlichen Bauamts zum neuesten Planungsstand gab. Beck: „ Die Bürgerinitiative gegen die B26n ist ein großer Verein mit  23 Mitgliedsgemeinden, vielen Verbänden und über 2200 Einzelmitgliedern. Mit einer Beteiligung des Vereins hätte die Behörde eine breite Öffentlichkeit  erreicht. Diese Chance hat man verpasst.“ 

Der Klimaschutz werde zu einer Änderung der Verkehrspolitik auch in der Region führen müssen, ist aus der Pressemitteilung der BI herauszulesen. Viele Betroffene sähen eine Chance, die B26n doch noch zu verhindern, wie etwa eine Landwirtsfamilie, die Ackerland im Trassenbereich gepachtet hat. Die Familie macht sich Sorgen um die Existenz ihres Betriebes und fragt nach dem geplanten Verlauf der B26n. Beck schreibt: "Die Betroffenen kritisieren, dass die geplanten Trassen nicht direkt im Internet einzusehen sind, sondern Interessierte sich auf der Projektseite des Staatlichen Bauamtes durch dutzende Dateien scrollen müssen. Das geht mit Sicherheit  besser!“

Koser: Voruntersuchungen für MSP-Spange laufen

Auch der designierte stellvertretende Vorsitzende  der Bürgerinitiative und Steinfelder Bürgermeister Günter Koser reagiert ärgerlich. „Steinfeld wäre doppelt von den geplanten Baumaßnahmen zur B26n betroffen." So würde der geplante ,Zubringer Lohr“ (sogenannten MSP-Spange) dicht am Neubaugebiet von Hausen führen. Koser: "Für diese MSP-Spange laufen gerade naturschutzfachliche und technische Voruntersuchungen, auch für alternative Trassenführungen, die etwas weiter vom Gemeindegebiet entfernt sind. Gerne hätte ich vom Leiter des Straßenbaubehörde erfahren, wie hier der Verfahrensstand ist und ob es schon Präferenzen gibt.“ Zum Planungsstand in diesem Bereich gab es in der Pressemeldung im Januar keinerlei Hinweise.

Katharina Vautrin-Hofmann, bei der Bürgerinitiative für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, kritisiert dass die letzten „neuen Informationen“ auf der Homepage des Bauamts zur B26n aus dem Oktober 2020 stammen.

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