Bischbrunn

Bischbrunn: Diese neue Regelung gilt für Pflanzen auf dem Friedhof

Der Gemeinderat hat die Änderung der Friedhofssatzung beraten. Denn es sind neue Gräber in Bischbrunn entstanden. Doch auch die Gebühren für die Gräber haben sich verändert.
Der Gestaltung und Bepflanzung von Gräbern (Symbolbild) braucht Regeln. Der Bischbrunner Gemeinderat macht jetzt eine klare Vorgabe für die Zukunft.
Der Gestaltung und Bepflanzung von Gräbern (Symbolbild) braucht Regeln. Der Bischbrunner Gemeinderat macht jetzt eine klare Vorgabe für die Zukunft. Foto: djd/Bund deutscher Friedhofsgärtner

Die letzten Dinge wollen gut geregelt sein. Und so nahm sich der Gemeinderat am Dienstagabend in der Oberndorfer Grundschule Zeit, um die Änderung der Friedhofssatzung und der damit verbundenen Gebühren gründlich zu besprechen. Anlass der Beratung war, dass es auf dem Friedhof in Bischbrunn nun auch ein Urnenerdgrabfeld gibt. Dieses ergänzt die Grabarten Einzelgrab, Familiengrab und Urnenwand. Nicht auf dem Plan stand eine Änderung, die sich aus der Diskussion ergab: Neue Bepflanzungen auf den Gräbern dürfen künftig die Höhe des Grabsteins nicht überragen.

Wie gefragt Urnenbeisetzungen sind, zeigte der Hinweis von Bürgermeisterin Agnes Engelhardt, dass die Urnenwand in Bischbrunn bereits voll belegt ist. Nun gibt es neu drei Reihen mit jeweils sieben Urnenerdgräbern von einem Quadratmeter Fläche, in denen maximal vier Urnen bestattet werden können. Zwei Reihen sind bereits gestaltet, sie können teilweise mit Grabmal, teilweise mit einer flächigen Steinplatte versehen werden.

Gebühren deutlich angehoben

Ihre Gebühr wurde in der Sitzung noch einmal angeglichen, sodass künftig für ein Einzelgrab zur Erd- oder Urnenbestattung (maximal zwei Urnen) 480 Euro, für ein Familiengrab zur Erd- oder Urnenbestattung (maximal vier Urnen) 600 Euro, für ein Urnengrab in den Urnenwänden (maximal zwei Urnen) 600 Euro und für Urnenerdgräbner (maximal vier Urnen) 540 Euro zu zahlen sind. Damit wurden die Gebühren deutlich angehoben, kostete das Familiengrab beispielsweise vorher 460 Euro. Die Beschlüsse fielen einstimmig.

Nachdem die Arbeiten am sechsstreifigen Ausbau der A3 abgeschlossen sind, hat die Gemeinde mehrfach mit den Behörden über den sogenannten Rückbau verhandelt. Darunter versteht sich die Reparatur der Straßen und Wege, die von den Baufahrzeugen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Viel Lob gab es im Gremium für die gut hergerichteten Flurwege, weniger zufrieden sind die Bürgervertreter über die Verhandlungen, was die Asphaltstraßen, vor allem die Jägerstraße betrifft. Hier gab es vom Bauamt lediglich ein Zugeständnis für eine "Nutzungsgebühr", die sich an zehn Prozent der Kosten für eine neue Asphaltdecke orientiert. 

Behörden wollen nur "Nutzungsgebühr" zahlen

"Da kommen wir nicht weit mit", meinte Dietmar Weierich und auch Bürgermeisterin Engelhardt räumte ein, dass die Gemeinde das Herstellen der Straßen in den nächsten Jahren weitgehend alleine zahlen müsse. Nach dem anschaulichen Bericht von Thomas Fuhrmann über die Gespräche mit den Behörden, wobei es unter anderem um die Frage der Nutzungszeiträume ging – schließlich wurde seit 2007 in Etappen an der Autobahn gebaut –  stellte Gert Günzelmann fest: "Mehr ist wohl nicht herauszuholen." Die Bürgermeisterin will trotzdem noch einmal nachfassen.

Mit den Erschließungsarbeiten zum Gewerbegebiet "Kirchstraße" hat der Gemeinderat die Firma TM Tiefbau Mainfranken zum Angebotspreis von 577 871 Euro beauftragt. Das Gewerk GaLaBau beim Bauvorhaben "Bürgerpark" wurde an die Firma Hofmann Garten- und Landschaftsbau für 396 107 Euro vergeben.

Zur Kenntnis genommen hat der Gemeinderat drei Bauanträge, die von der Verwaltung im Genehmigungsfreistellungsverfahren bearbeitet wurden: Eine Balkonerweiterung und eine Dachwohnung in der Gartenstraße 13 in Bischbrunn, den Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage, Obere Wiesen 3, in Oberndorf, sowie den Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung, Carport und Gartenhaus, Am Lehensgut 4, in Oberndorf. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat den Bauantrag zur Errichtung eines Balkons und einer Außentreppe in der Grundstraße 13 in Oberndorf. 

Zum Fortgang des Baugebiets "Rosenberg III", nach dem sich mehrere Räte erkundigten, informierte die Bürgermeisterin, dass man mit der Erschließung im Zeitplan sei. Zum Abschluss des öffentlichen Teils richtete Engelhardt beste Grüße ans Gremium von Erwin Väth aus, von 1972 bis 1978 der letzte Bürgermeister der damals noch selbstständigen Gemeinde Oberndorf. Der Daubholzmacher war, ohne kandidiert zu haben, damals in einer "wilden Wahl" gewählt worden. Väth konnte am vergangenen Wochenende 90. Geburtstag feiern.

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