Rengersbrunn

"Botschaft Gottes geht mehr und mehr verloren"

Zur Eröffnung des Wallfahrtsjahres am Tag 'Maria Patrona Bavariae' feierten Domkapitular Clemens Bieber, Pfarrer Edward Zarosa und Diakon Walter Konrad den Festgottesdienst in Rengersbrunn.
Foto: Jürgen Gabel | Zur Eröffnung des Wallfahrtsjahres am Tag "Maria Patrona Bavariae" feierten Domkapitular Clemens Bieber, Pfarrer Edward Zarosa und Diakon Walter Konrad den Festgottesdienst in Rengersbrunn.

Der Legende nach geht die Wallfahrt nach Rengersbrunn bis in das Jahr 1460 zurück, als ein Schäfer unter einem Haselnussstrauch ein Marienbildnis gefunden haben soll. Bis heute findet der Pilger Halt und Blick für seine Perspektive des Lebens. Am 1. Mai fand die Eröffnung des Wallfahrtsjahres mit Domkapitular Clemens Bieber statt. Mitzelebranten waren Pfarrer Edward Zarosa und Diakon Walter Konrad. Für einen Glanzpunkt sorgten dabei Erwin Schneider mit filigranem Orgelgenuss sowie die solistische Spitzenleistung des Duetts Marion und Theresa Gerhard.

Zarosa lud zum Fest der "Maria Patrona Bavariae" in der 1777 erbauten Wallfahrtskirche "Mariä Geburt" ein, sich ganz unter den Schutz der Gottesmutter zu stellen. Der Festgottesdienst stand unter dem Motto "Was er euch sagt, das tut".

Dankbar über die Existenz der Caritas-Netzwerke

Nach der Lesung (Hannelore Müller) und dem Evangelium (Walter Konrad) erinnerte Domkapitular Bieber in seiner Predigt an eine Krankensalbung im Caritas-Altenheim, als das "Gegrüßet seist du Maria" den Erkrankten sichtbaren Halt gegeben habe. Leider gehe die Botschaft, das Leben als Gottes Geschenk zu erachten, mehr und mehr verloren. Gerade der jetzige Umgang mit der Pandemie zeige eine oft schwer verständliche Lebenshaltung. Im EU-Parlament werde derzeit sogar über das Recht auf Abtreibung beraten. "Leben wird immer weniger als Gabe und als Aufgabe gesehen", sagte Bieber.

"Wir sind heute dankbar über die Existenz der Netzwerke der Caritas, die mit beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern Hilfestellung anbieten", erklärte Bieber, der Vorsitzender des Caritasverbandes der Diözese Würzburg ist. Deren Arbeit steht in diesem Jahr unter dem Leitwort "DasMachenWirGemeinsam". Neben materieller Hilfe sei oft seelische Unterstützung notwendig. Kritisch sah Bieber die digitale Bewegung "Maria 2.0". Abschließend empfahl er dem Rat Mariens zu folgen: "Was Er euch sagt, das tut".

Aktuell waren die Fürbitten formuliert, die am Tag der Patrona Bavariae vor allem unserem Volk und der bayerischen Heimat galten. In der Schlusslaudatio empfahl Pfarrer Zarosa Mariens Begleitung und Schutz, während Domkapitular Bieber feststellte: "Rengersbrunn steht für das Vertrauen zu Maria".

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