Roden

Bürgerversammlungen finden im Freien statt

Das Feuerwehrhaus im Ortsteil Ansbach soll einen Treppenaufgang in Stahlbauweise bekommen, beschloss der Rodener Gemeinderat; beauftragt damit wurde die Lohrer Firma Endrich.
Das Feuerwehrhaus im Ortsteil Ansbach soll einen Treppenaufgang in Stahlbauweise bekommen, beschloss der Rodener Gemeinderat; beauftragt damit wurde die Lohrer Firma Endrich. Foto: Wolfgang Dehm

Nach einer längeren Diskussion, ob beziehungsweise in welcher Form im Coronajahr 2020 Bürgerversammlungen stattfinden sollen, entschied sich der Rodener Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für zwei Freiluftversammlungen am Sonntag, 4. Oktober, eine vormittags in Roden und eine weitere nachmittags in Ansbach.

Das Feuerwehrhaus im Ortsteil Ansbach soll einen Treppenaufgang in Stahlbauweise bekommen. Wie Bürgermeister Johannes Albert im öffentlichen Teil der jüngsten Gemeinderatssitzung mitteilte, hatte das Gremium zuvor im nichtöffentlichen Teil den entsprechenden Auftrag an die Lohrer Firma Endrich erteilt.

Ebenfalls nichtöffentlich vergab der Gemeinderat Elektroarbeiten im Pumphaus Ansbach an die Dietzenbacher Firma Fietzek. Diese Arbeiten sind laut Albert aufgrund des Einbaus einer stärkeren Pumpe nötig; die stärkere Pumpe wiederum habe man installieren müssen, weil sich herausgestellt habe, dass die erst neu eingebauten Pumpen zu schwach waren.

Vergabesummen nicht genannt

Bei beiden Auftragsvergaben nannte der Bürgermeister keine Vergabesummen, weil er davon ausging, dass er dies neuerdings aus rechtlichen Gründen nicht mehr dürfe. Hintergrund dürfte eine Richtlinie des bayerischen Innenministeriums vom September 2019 sein,  die auch die Landkreisverwaltung anführte, als sie Anfang Juli plötzlich keine Vergabesummen mehr öffentlich machte. Allerdings währte die Zeit der Verheimlichung nur kurz: Bereits in der Kreistagssitzung vom 17. Juli wurden Vergabesummen wieder öffentlich genannt. Auch viele Gemeinden im Landkreis Main-Spessart nennen Vergabesummen nach wie vor öffentlich.

Ein weiterer Punkt aus der nichtöffentlichen Sitzung war die Festsetzung der Fahrtkostenpauschale für den Bürgermeister. Sie beträgt monatlich 230 Euro, hieß es im öffentlichen Sitzungsteil.

Geld für das Tierheim

Einstimmig (9:0) beschloss der Gemeinderat, dass das Tierheim Main-Spessart in Lohr wie schon in den letzten Jahren auch heuer wieder mit 50 Cent pro Einwohner, also knapp 500 Euro, unterstützt werden soll. Mit dem beantragten Investitionskostenzuschuss von einem Euro pro Einwohner konnten sich die Ratsmitglieder nicht anfreunden.

Ebenfalls einstimmig erfolgte der Beschluss, sich an den Kosten der Mittagsbetreuung an der Verbandsschule Urspringen zu beteiligen. Wie hoch der Anteil der Gemeinde Roden an den Gesamtkosten von 35 000 Euro sein wird, war noch unklar.

Höhere Kindergartenbeiträge

Eine längere Diskussion und unterschiedliche Ansichten gab es darum, ob die Elternbeiträge im Ansbacher Kindergarten ab dem kommenden Jahr erhöht werden sollen. Schließlich fand sich eine Mehrheit für eine Anpassung der Gebühren an die des Kindergartens in Roden.

Auf Antrag des Cyriakusvereins (Trägerverein des Kindergartens in Roden) übernimmt die Gemeinde die Kosten der Wasser- und Kanalgebühren des Kindergartens für den Zeitraum Juli 2019 bis Juni 2020 in Höhe von 424 Euro.

Bereits im Juni hatte der Gemeinderat beschlossen, dass für den Bauhof ein Aufsitzrasenmäher angeschafft werden soll. Dieser wurde laut Bürgermeister Albert zwischenzeitlich bei der Firma Wiesner in Hausen gekauft.

Grabmale beanstandet

Bei einer Standsicherheitsprüfung wurden laut Bürgermeister Albert auf dem Friedhof in Ansbach zwei Grabmale beanstandet, auf dem Friedhof in Roden keines.

Höhere Verkehrsbelastung

Verkehrsumleitungen in der näheren Umgebung führen laut Bürgermeister Albert derzeit zu deutlich mehr Verkehr in Roden. Während normalerweise durchschnittlich 286 Lkw den Ort passierten, seien es im August im Durchschnitt 440 am Tag gewesen; bei den Pkw sei die Zahl von 2250 auf 3300 am Tag angestiegen. Vor diesem Hintergrund habe er versucht, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf maximal 30 Stundenkilometer zu erwirken, sei bislang aber nicht damit durchgekommen. Er bleibe aber an der Sache dran, versprach er.

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