Burgsinn

Burgsinn plant Einrichtung einer Raststätte für Radtouristen

Der Sinngrund ist ein attraktives Ziel für Radtouristen (hier ein Archivbild). Burgsinn möchte diesen bald ein besonderes Angebot machen.
Foto: Karlheinz Wiesenfelder | Der Sinngrund ist ein attraktives Ziel für Radtouristen (hier ein Archivbild). Burgsinn möchte diesen bald ein besonderes Angebot machen.

Die Marktgemeinde Burgsinn bewirbt sich um eine Teilnahme am Förderprogramm "Radnetz Deutschland" und plant die Einrichtung einer Rad-Raststätte. Einstimmig unterstützte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag den vom Sinngrund-Allianz-Management entwickelten Vorschlag. Die Raststätte soll voraussichtlich im Bereich des Schwimmbads entstehen und Fahrradtouristen auf ihrer Tour durch den Sinngrund zum Pause-Machen einladen.

Burgsinn liegt direkt am Deutschland-Radweg D9, der über eine Länge von 1268 Kilometer von Cuxhaven bis nach Füssen führt. Mit dem Angebot einer modernen Radraststätte will man der wachsenden Bedeutung eines zunehmenden Fahrradtourismus Rechnung tragen und sich an der Verbesserung des deutschen Radwegenetzes beteiligen. Burgsinn will mit der Raststätte einen Service für die Durchreisenden bieten, aber letztlich auch selbst touristisch vom Aufenthalt der Radler profitieren.

Ladestation, Pannenservice und elektronische Anzeigetafel

Der erste Entwurf sieht eine überdachte, offene Anlage vor, die neben Sitzgelegenheiten und Fahrradstellplätzen auch eine E-Bike-Ladestation und eine digitale Informations-Stele bietet. Diese elektronische Anzeigetafel könnte nach Vorstellung der Planer als Startpunkt zu weiteren Sehenswürdigkeiten der Region dienen, indem sie über QR-Codes die Routen dorthin zur direkten Übernahme aufs Handy zur Verfügung stellt. Außerdem könnten an der Stele lokale Nachrichten sowie Öffnungszeiten von Gastronomie und Einzelhandel bekannt gegeben werden. Auch die Einrichtung einer Toilette und einer Duschgelegenheit, vor allem im Hinblick auf eine Doppelnutzung mit den angrenzenden Wohnmobilstellplätzen, wurde angeregt.

Darüber hinaus finden eine Fahrradreparatur und Waschstation bis hin zu einem Verkaufsautomaten für regionale Waren im ersten Planentwurf Berücksichtigung. In einer vollumfänglichen Ausstattung belaufen sich die geschätzten Kosten für die Radraststätte auf rund 150 000 Euro, erklärte Bürgermeister Robert Herold und ergänzte, dass ihn bei einer Förderquote von bis zu 90 Prozent durch das Bundesverkehrsministerium diese Kostenprognose nicht abschrecke. Herold erhielt den Auftrag aus dem Gremium, die Standort- und Ausstattungsoptionen mit dem Planungsbüro TOPONEO zu besprechen und in einer der nächsten Sitzungen zum Beschluss vorzulegen.

Nahwärmeversorgung macht sich bezahlt

In der Sitzung stellte der Gemeinderat die Jahresabschlüsse 2017 bis 2019 für die gemeindliche Wasser- und Nahwärmeversorgung fest. Die Bilanzsumme für 2017 beläuft sich auf 3 109 819 Euro (Gesamtverlust 2668 Euro). Die Bilanzsumme 2018 beträgt 3 322 100 (Jahresverlust 32 629 Euro). 2019 beläuft sich die Bilanzsumme auf 3 247 982,94 (Jahresgewinn 48 321 Euro). Die gute Ertragslage ist vor allem auf den wirtschaftlichen Erfolg der Nahwärmeversorgung zurückzuführen, die in den davor liegenden Jahren noch unter Anlaufverlusten litt. Die Gewinnmarge aus Materialeinkauf und Wärmeverkaufserlösen beträgt alleine hier rund 56 000 Euro.

Auch im Bereich der Wasserversorgung konnten betriebliche Aufwendungen reduziert und Einnahmen erhöht werden, was zum erfreulichen Jahresabschluss beitrug. Doch gleichzeitig haben sich die Wasserverluste im Rohrleitungsnetz von 12,7 Prozent im Jahr 2016 auf 25,1 Prozent im Jahr 2019 fast verdoppelt. Bürgermeister Herold verspricht sich vom Einbau der neuen digitalen Wasserzähler in den Haushalten eine besser Leckage-Ermittlung und damit eine spürbare Reduzierung der Wasserverluste in der Zukunft.

Über 288 000 Euro Verlust beim Freibad

Den Jahresabschluss des Freibades stellte der Marktgemeinderat für das Jahr 2019 mit einem Verlust in Höhe von 288 092 Euro fest. Die Ergebnisverschlechterung zum Vorjahr ist vor allem auf den Rückgang der Erstattungen von Vorsteuerbeträgen zurückzuführen – ein Minus von 60 000 Euro – außerdem fielen die Einnahmen aus Eintrittsgeldern um 9000 Euro geringer aus und die Bewirtschaftungs- und Energiekosten stiegen um rund 21 000 Euro.

Eine Ergebnisverbesserung gab es im Jahr 2019 bei der Sinngrundhalle. Während die Einnahmen zum Vorjahr gleich blieben, verringerten sich die Aufwände um 25 000 auf 80 000 Euro. Am Ende bleibt ein Jahresverlust von 33 486 Euro zu verzeichnen. Aufgrund der immer noch hohen Verluste aus dem Betrieb der Halle kam die Anregung aus dem Ratsgremium, eine Erhöhung der Gebühren für die Hallennutzung vorzunehmen.

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