Urspringen

Defizit im Urspringer Kindergarten rückläufig

Bei den beiden Ortsterminen an der Kläranlage und am neuen Bauhof (Bild) erläuterte Bürgermeister Volker Hemrich (Mitte) die Fortschritte der einzelnen Baumaßnahmen.
Foto: Heidi Vogel | Bei den beiden Ortsterminen an der Kläranlage und am neuen Bauhof (Bild) erläuterte Bürgermeister Volker Hemrich (Mitte) die Fortschritte der einzelnen Baumaßnahmen.

Der Bericht über das Abrechnungsjahr 2018 für die Kindertagesstätte "Löwenzahn" stand im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung. Martina Greger, in der Verwaltungsgemeinschaft für die Kindergärten zuständig, erklärte den Ratsmitgliedern, dass Einnahmen von rund 360 000 Euro Ausgaben von knapp 395 000 Euro gegenüberstehen. Somit beläuft sich das Defizit für das Abrechnungsjahr 2018, in dem im Schnitt 52,6 Kinder die Einrichtung besucht haben, auf 34 903,74 Euro.

Im Vergleich zum Jahr 2014 haben sich, nach Angaben von Greger, die ungedeckten Ausgaben um etwa 8500 Euro verringert. "Ich schlage vor, die Krippengebühren zu erhöhen", erklärte Greger angesichts des höheren Aufwands im Vergleich zu den Regelkindern im Alter von drei bis sechs Jahren.

Bürgermeister Volker Hemrich, wie auch die übrigen Gemeinderäte, lehnten jedoch eine Erhöhung zum jetzigen Zeitpunkt ab. Das Ortsoberhaupt schlug vor, mit der Entscheidung bis zur Fertigstellung der Baumaßnahme am Kindergarten zu warten. Nachdem die VG-Angestellte in ihrem Ausblick für 2020 von steigenden Kinderzahlen und dem Leiterinnenwechsel berichtet hatte, beschloss das Gremium einstimmig, das Defizit anzuerkennen.

Kontrovers wurde dagegen der Tagesordnungspunkt diskutiert, der die Beschaffung eines GPS-Gerätes für die Feldgeschworenen beinhaltete. Wie Hemrich erklärte, war bereits im Februar dieses Jahres von den Feldgeschworenen der Gemeinden Urspringen, Birkenfeld/Billingshausen und Karbach der Wunsch nach der gemeinsamen Anschaffung eines GPS-Gerätes aufgekommen.

Nachdem sich Birkenfeld mittlerweile ein eigenes Gerät angeschafft hat, kam Karbachs Bürgermeister Bertram Werrlein auf Hemrich zu, ob man ein gemeinsames Gerät anschaffen wolle. Aktuell stand nun die Kooperation von Karbach, Roden/Ansbach und Urspringen zur Abstimmung.

Martin Albert gab zu bedenken, dass Karbach die größte Gemeinde sei, bei der zudem die Waldflurbereinigung anstehe, und schlug deshalb eine prozentuale Aufteilung der Kosten vor. Auch Werner Kunkel befürwortete diese Variante. "Wenn es um einen Vorteil für Karbach geht, kommen sie auf uns zu, beim Kernwegenetz möchten sie keine Kooperation", äußerte Kunkel seinen Unmut. Hugo Barthel, wie auch das Gros der übrigen Ratsmitglieder, meinte dagegen, man solle hier nicht "so pingelig" sein und die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden im Blick haben.

Am Ende entschied sich das Gremium, bei drei Gegenstimmen, dafür, die Beschaffungskosten in Höhe von 12 483 Euro zu gleichen Teilen zwischen den drei Gemeinden aufzuteilen.

Einigkeit herrschte hingegen bei der Stellungnahme zur Errichtung der Linienführung im Nahverkehr, wonach das Angebot des ÖPNV für die Gemeinde Urspringen verbessert wurde. Mit dem Fahrplanwechsel zum 1. November besteht von Urspringen aus montags bis freitags jede Stunde Busverkehr sowohl nach Marktheidenfeld, wie auch nach Karlstadt. Der Wunsch nach einer Anbindung zum Bahnhof in Retzbach wurde jedoch nicht umgesetzt.

Anhand einer Präsentation zeigte das Ortsoberhaupt das geplante Kernwegenetz auf. "Um Urspringen hat sich ein Kreis gebildet, der für die Landwirtschaft nutzbar und sinnvoll ist", brachte Hemrich das Ergebnis der zahlreichen Besprechungen auf den Punkt. Unverständnis herrschte im Gremium jedoch darüber, dass die Nachbargemeinde die Karbacher Straße nicht mit aufnehmen wollte. Bei einer Gegenstimme sprach sich der Gemeinderat für das vorliegende Kernwegenetz aus.

Die Gemeinde erhöht, gemäß dem Antrag der Freiwilligen Feuerwehr, den Zuschuss für die Beschaffung von Feuerwehrstiefeln für Nichtatemschutzträger von 65 auf 80 Euro und für Atemschutzträger von 90 auf 110 Euro;

Der TSV Urspringen erhält eine Jugendsportförderung von 600 Euro.

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