Marktheidenfeld

"Denk mal" im Internet: Die Anlage am Marktheidenfelder Mainberg

Das Foto erinnert an die erste Theateraufführung des KKS Marktheidenfeld in der Anlage am Mainberg 1925. In der Internet-Dokumentation des Historischen Vereins und der Stadt Marktheidenfeld finden sich auch die Namen der abgebildeten Personen.
Foto: Repro: Michael Deubert | Das Foto erinnert an die erste Theateraufführung des KKS Marktheidenfeld in der Anlage am Mainberg 1925. In der Internet-Dokumentation des Historischen Vereins und der Stadt Marktheidenfeld finden sich auch die Namen ...

Der Historische Verein Marktheidenfeld und Umgebung und die Stadt Marktheidenfeld zeigen auf der Homepage der Stadt eine Internet-Präsentation zu der Anlage am Mainberg. Auf den virtuellen Besucher warten historische und aktuelle Fotos mit erklärenden Texten.

Entstanden ist die Anlage in Folge des Baus der Mainbrücke ab den 1850er Jahren. Am Mainberg befanden sich ursprünglich Steinbrüche, die zunächst auf private Initiative "aufgeräumt" und mit Bäumen bepflanzt worden sind. Spazierwege wurden angelegt und Ruhebänke aufgestellt. Besonders der damalige Bezirksarzt Dr. Willibald Sedelbauer engagierte sich dabei. Ihm zu Ehren hat der Verschönerungsverein eine Rotsandstein-Tafel in der Anlage anbringen lassen. Nach Sedelbauer ist auch eine Straße in Marktheidenfeld benannt.

Es gab am Mainberg einen Platz für Vereinsfeste und Theateraufführungen, der so genannte Strohtempel wurde errichtet, das Schützenhaus des KKS, das Kriegerdenkmal. Inzwischen erinnert es als Mahnmal an alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Die über weit mehr als eineinhalb Jahrhunderte gewachsene und erhaltene Anlage war bis in die 1960er Jahre als Naherholungsgebiet Ziel vieler Sonntagsspaziergänge.

Die Internet-Präsentation zu der städtischen Anlage am Mainberg ist ein kleiner Nachtrag zum bundesweiten "Tag des offenen Denkmals" am zurückliegenden Sonntag. Wegen der Corona-Pandemie fand er heuer nur "digital" statt. Das diesjährige Motto lautete: "Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken." Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz rückte Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt, im Sinn von bewusstem Umgang mit Ressourcen und dem eigenen Handeln. Die Anlage am Mainberg ist zwar kein Denkmal im klassisschen Sinn – aber sie steht für einen geplant-bewussten und nachhaltigen Umgang mit der Natur und ist insoweit schon ein "Denk mal!". Wer möchte, kann die Internet-Dokumentation zur Anlage am Mainberg unter www.stadt-marktheidenfeld.de aufrufen.

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