Obersinn

Obersinner Sportplatz: Der Hang rutscht weg

Die dauerhafte Hangbefestigung der Brückenfeldstraße am Sportgelände des SV Obersinn stellt für Bürgermeisterin Lioba Zieres und den Gemeinderat eine Herausforderung dar.
Die dauerhafte Hangbefestigung der Brückenfeldstraße am Sportgelände des SV Obersinn stellt für Bürgermeisterin Lioba Zieres und den Gemeinderat eine Herausforderung dar. Foto: Jürgen Gabel

Immer wieder bricht, besonders nach Starkregen, der Hang der Brückenfeldstraße oberhalb des Sportgeländes weg und Erdreich und Geröll rutschen auf das Spielfeld. Nicht zuletzt entwickelte sich aufgrund des morschen Holzgeländers ein erhöhtes Gefahrenpotential für Fußgänger und den  Straßenverkehr.

Um das Problem zu verdeutlichen und mögliche Gegenmaßnahmen zu treffen, bat Gemeinderatsmitglied Carsten Wohs die Ratskollegen zu einem Ortstermin. Bastian Weikinger und Martin Nickel aus dem Vorstand des Sportvereins zeigten Bürgermeisterin Lioba Zieres und dem Gremium das Problem der Hangabsicherung.

Installation von Leitplanken

Dabei wurde deutlich, dass der steil abfallende Hang trotz des Einbaus von L-Steinen am Rand der Straße immer wieder abrutscht. Vor mehr als zehn Jahren hatten Arbeiter aus Verein und Bauhof die mächtigen Hainbuchen im oberen Teilstück des Abhangs gefällt, da diese zu groß geworden waren. Außerdem belasteten herabgefallene Früchte und Laub das Rasenspielfeld, meinte Platzwart Nickel.

Trotz der neu zur Hangbefestigung gepflanzten Bäumchen seien häfiger Erdstücke abgebrochen und in die Tiefe gerutscht, ergänzte Bastian Weikinger. Ratsmitglied Armin Biemüller sah die Ursache in den immer schwerer werdenden, die Straße passierenden landwirtschaftlichen und forstlichen Fahrzeuge, die auf die Straße drückten. Nicht nur er sprach sich für die Installation von Leitplanken als Absturzsicherung aus.

Langfristige Lösung

Weder die Bürgermeisterin noch ihr Gemeinderat hatten ad hoc einen passenden Lösungsvorschlag parat. Lioba Zieres empfahl, die gepflanzten Bäume wegen ihres Wurzelwerks zur Hangsicherung wachsen zu lassen. Kurzfristig soll der gemeindliche Bauhof das in die Jahre gekommene Holzgeländer ausbessern. Für die gesamte Hangsicherung müsse eine langfristige Lösung gefunden werden, sicherte die Bürgermeisterin dem Sportverein Unterstützung zu. Dazu soll ein Baufachmann herangezogen werden.

Im Juni nahm der Gemeinderat die marode Stützmauer unterhalb der Leichenhalle auf dem Friedhof in Augenschein. Eine Verblendung mit Sandsteinen wäre ein probates Mittel zur Stabilitätsverbesserung, einigte sich damals das Gremium. Außerdem sollte die Pflasterfläche an der Leichenhalle vergrößert werden, um die Zufahrt des Bestatters zu verbessern. Dafür müsse die Stützmauer erweitert werden, sagte Bürgermeisterin. Auftragsgemäß hatte sie für diese Leistungen zwei Angebote eingeholt. Das wirtschaftlichste Angebot legte die Firma Bella-Bau (Burgsinn) zum Preis von 27 176 Euro vor, welches einstimmig den Zuschlag erhielt.

Führerschein für das Löschfahrzeug

Das Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr darf nur mit einem Führerschein der Klasse C gefahren werden, trug Lioba Zieres den nächsten Beratungspunkt vor. Zwei Fahrer scheiden jetzt aus Altersgründen und wegen Wegzugs aus, es müsse also neues Personal her.

Das Thema wurde mit der Führung der Feuerwehr besprochen, die bereits drei Kandidaten ausgewählt hat. Zweien davon möchte der Markt die Führerscheinprüfung ermöglichen, deren Kosten 2000 Euro pro Person betragen, so Zieres. Eine solche Fahrerlaubnis ist nur für das Löschfahrzeug gültig. Einstimmig bewilligte das Gremium die Kostenübernahme zweier Führerscheinkandidaten für das Löschfahrzeug.

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