Marktheidenfeld

Der "kühne Strich" wäre ein Projekt von zig Millionen Euro

Mehrere Bürgermeister waren zum Gespräch mit den Verantwortlichen im Staatlichen Bauamt. Gesucht wird eine langfristige Verkehrslösung für die Fränkische Platte.
Viele Ortschaften auf der Fränkischen Platte (hier ein Archivbild aus Billingshausen) leiden unter dem Verkehr.
Foto: Barbara Meyer | Viele Ortschaften auf der Fränkischen Platte (hier ein Archivbild aus Billingshausen) leiden unter dem Verkehr.

Die Bürgermeister von Birkenfeld, Roden und Zellingen haben sich auf Einladung des CSU-Landtagsabgeordneten und Hafenlohrer Bürgermeister Thorsten Schwab mit den Verantwortlichen des Staatlichen Bauamts getroffen und über mögliche langfristige Lösungen für die Verkehrsführung auf den fränkischen Platte ausgetauscht. Häufig hören die Rathauschefs Klagen ihrer Bürger über die hohe Verkehrsbelastung in den Ortschaften.

Über das Gespräch berichtet Schwab in einer Presseinformation. Aktuell gibt es zwei Staatsstraßenverbindungen zwischen Marktheidenfeld und Karlstadt, bzw. Zellingen, die teilweise in einem schlechten Zustand sind. Im aktuellen Ausbauplan für die Staatsstraßen sind Ortsumfahrungen für Birkenfeld und Billingshausen in zweiter Dringlichkeit enthalten. In der Region wird aber auch immer wieder eine komplett neue Trasse von Birkenfeld nach Duttenbrunn diskutiert – der sogenannte "kühne Strich" –  die diese Ortsumfahrungen unnötig machen würde und neben Birkenfeld, Billingshausen und Duttenbrunn auch Urspringen und Roden entlasten würde.

Erfolgsaussichten zweifelhaft

„Eine solche große Lösung klingt sehr attraktiv, allerdings müssen dabei auch die Kosten und die Erfolgsaussichten für die Aufnahme eines solchen Projekts in den neuen Ausbauplan für die Staatsstraßen in Bayern berücksichtigt werden“, erklärt Thorsten Schwab, der als Mitglied im Landtagsausschuss für Wohnen, Bau und Verkehr unmittelbar mit der Thematik befasst ist.

Da der Flächenverbrauch in Bayern begrenzt werden soll, werden neue Trassen heute aus naturschutzfachlicher Sicht sehr streng geprüft. Die Verantwortlichen des Staatlichen Bauamts machten bereits deutlich, dass für die neue Trasse zusätzliche Fläche benötigt wird, da aller Voraussicht nach die Trasse Billingshausen–Zellingen für die Erschließung der landwirtschaftlichen Flächen nur teilrückgebaut werden kann.

Das Staatliche Bauamt hat den Kommunen mitgeteilt, dass es ohne nähere Untersuchung bei einem solchen Projekt von einer Größenordnung zwischen 50 und 100 Millionen Euro ausgeht. Zudem hat des Bauamt zugesagt, den Kommunen die Zahlen des derzeit gültigen Ausbauplanes für beide Ortsumgehungen zukommen zu lassen.

„Wenn wir diese Zahlen haben, können sich die beteiligten Kommunen in der Region abstimmen welchen Weg wir gemeinsam für eine langfristige Lösung der Verkehrsprobleme auf der fränkischen Platte gehen wollen“, macht Schwab deutlich.

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