Birkenfeld

Der Wald leidet durch Trockenstress und den Borkenkäfer

Der Wald leidet durch Trockenstress und den Borkenkäfer
Foto: Patty Varasano

"Alles andere als normal", betitelte Revierförster Christoph Müller in der jüngsten gemeinderatssitzung seinen Forstbericht über das Betriebsjahr 2020 im Birkenfelder Gemeindewald: Nach drei Dürrejahren in Folge leiden viele Bäume durch zu wenig Niederschläge unter massivem Trockenstress.

Und auch der Borkenkäfer schade dem Wald. Dieses Jahr blieb der Wald zumindest von einem Frühlingssturm verschont, erläuterte Müller. In Billingshausen sei noch immer Käferholz gelagert, das aber schon verkauft sei.

Die Einnahmen aus der Waldbewirtschaftung beliefen sich auf 192 715 Euro, die Ausgaben auf 138 322 Euro. Dank der Waldprämie und Förderungen konnte ein Erlös von rund 54 000 Euro erzielt werden. Insgesamt wurden 3600 Festmeter geschlagen, davon rund 2600 Festmeter Fichte.

Für 2021 keine Planungssicherheit

Im Forstplan für 2021 ist nach Meinung des Försters keine Regelbewirtschaftung möglich. Es sollen vorrangig die Freiflächen mit verschiedenen Baumarten wie Haselnuss, Elsbeere oder Baumhasel wieder aufgeforstet werden. Außerdem habe er eine Förderung für circa 250 Biotopbäume eingeplant.

An der Ortsstraße nach Remlingen müssen Bäume gefällt werden, da sie die Verkehrssicherheit und eine Telefonleitung gefährden. Die gefällten Bäume sollen im Wald bleiben und die Nutzung eines illegal errichteten Trails verhindern, da die Gemeinde bei Unfällen für Schäden haftet.

Der Förster plant mit Einnahmen von 145 158 Euro und Ausgaben von 125 721 Euro, so dass der Erlös circa 20 000 Euro betragen soll. Der geplante Holzeinschlag liegt wie im Vorjahr bei rund 3600 Festmetern.

Zweite Bürgermeisterin Silke Hörning wünschte sich, den Wald weniger wirtschaftlich zu nutzen und mehr unter dem Aspekt der Schadensbegrenzung zu bewirtschaften. Andreas Pietsch kritisierte, dass trotz des massiven Wassermangels in Wald und Flur immer wieder die Wasserentnahme aus Brunnen durch das Landratsamt genehmigt werde. Abschließend stimmten die Gemeinderäte dem Forstbericht 2020 und dem Forstplan 2021 einstimmig zu.

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