Karlstadt

Der Wegrand als Insektenparadies

Ein blütenreicher Wegrand dient den Insekten.
Foto: Herbert Kirsch | Ein blütenreicher Wegrand dient den Insekten.

Im Rahmen der bayernweiten Initiative "NATÜRLICH BAYERN – insektenreiche Lebensräume" startet der Landschaftspflegeverband Main-Spessart das Projekt "Das Ziel ist am Weg – insektenreiche Wegränder." Damit sollen in den kommenden zwei Jahren kommunale Flächen insektenfreundlicher gestalten werden, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamts Main-Spessart. Der Landschaftspflegeverband möchte dadurch vor allem die Pflege verbessern.

"Wir beraten und schulen die Bauhofmitarbeiter, wie sie ihre kommunalen Flächen insektenfreundlich pflegen können und unterstützen die Kommunen, ihre veränderte Pflege den Bürgern zu vermitteln", wird Herbert Kirsch, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes, in der Mitteilung zitiert. Denn die heimischen Insekten bräuchten nicht nur Blumen, sondern vor allem vielfältige Lebensräume mit gebietsheimischen Nahrungspflanzen wie Margerite, Schafgarbe oder Glockenblume.

Um einen solchen Strukturreichtum zu entwickeln, ist bei der Pflege von Wegrainen, Gräben und Böschungen weniger oft mehr, heißt es weiter. Es nütze Wildbienen und Schmetterlingen, wenn in Teilbereichen die Vegetation durchaus ein bisschen höher wachsen darf und weniger oft gemäht wird. Im Auge des Betrachters mögen diese Flächen zuerst "ungepflegt" wirken, doch sind es gerade diese Bereiche, in denen das Leben "brummt", heißt es in der Mitteilung. 

Schnittzeitpunkt nach hinten verschieben

Im Landkreis Main-Spessart könne man an vielen Flächen bereits gute Potenziale für blüten- und insektenreiche Lebensräume an Straßen- und Wegrändern erkennen. "Bereits geringe Änderungen bei der bestehenden Pflege, wie die Schnitthäufigkeit zu verringern oder den Schnittzeitpunkt zu verschieben, können dabei einen wertvollen Beitrag leisten", wird Projektmanagerin Saskia Becker in der Pressemeldung zitiert.

Neben der Schulung und Beratung aller interessierten Bauhofmitarbeiter im Landkreis werde der Landschaftspflegeverband in Kooperation mit den Projektgemeinden in den nächsten zwei Jahren Pflegekonzepte erarbeiten. Dabei werden die Gemeinden unter anderem auch bei Ansaaten und ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Wird das Projekt von möglichst vielen Gemeinden umgesetzt, könne der Biotopverbund innerhalb des Landkreises verbessert werden. Die kommunalen Flächen dienen dabei nicht nur als Lebensraum, sondern auch als Trittsteine für Insekten und Kleintiere zwischen den verschiedenen Naturschutzgebieten, heißt es weiter. Für das kommenden Jahr sind laut dem Landratsamt Informationsveranstaltungen und Exkursionen geplant, um die Bedeutung der Insektenlebensräume zu veranschaulichen.

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