Triefenstein

Die "Durchgangs-Achse" bleibt tabu

Bleibt auch künftig für den Durchgangsverkehr gesperrt, aber für die Anwohner geöffnet: die Friedrich-Ebert-Straße im Lengfurter Altort. 
Foto: Günter Reinwarth | Bleibt auch künftig für den Durchgangsverkehr gesperrt, aber für die Anwohner geöffnet: die Friedrich-Ebert-Straße im Lengfurter Altort. 

Das "Herz des Lengfurter Altorts, der Marktplatz mit der Friedrich-Ebert-Straße, darf nach dreimonatiger Sperrung wieder befahren werden. Das hat der Gemeinderat am Dienstagabend in öffentlicher Sitzung im "Saalbau" einstimmig unter Leitung von Bürgermeisterin Kerstin Deckenbrock beschlossen. Diese Regelung betrifft allerdings nur den so genannten Anwohner-Verkehr. Als "Durchgangs-Achse" zwischen dem östlichen Ortsbereich und der Einmündung in die Marktheidenfelder Straße bis zur Theodor-Heuss-Straße im Westen des Altorts ist die Friedrich-Ebert-Straße nach wie vor tabu.

Was hatte den Gemeinderat bewogen, die Friedrich-Ebert-Straße drei Monate lang "dicht zu machen"? Nach zum Teil massiven Beschwerden der Anwohner und Klagen über Lärmbelästigung und zu hoher Geschwindigkeit in der für den Durchgangsverkehr ohnehin gesperrten Friedrich-Ebert-Straße, hatte die Kommune für einen Zeitraum von drei Monaten die "Notbremse" gezogen. Sie sperrte die Trasse mit Barken – dort, wo im Osten quasi am Marktplatz der Altort beginnt.

Deutlicher Unmut

Trotz der Sperrung ließen sich viele  Verkehrsteilnehmer nicht abbringen, von der Marktheidenfelder Straße oder  der Theodor-Heuss-Straße in den gesperrten Altort zu fahren und in die zum Mainkai führenden Seitenstraßen mit dem Ziel "Mainkai" abzubiegen  - und weiter die Umgehung (Staatsstraße 2299)  zu nutzen. Auf dieser Verbindung wurde auch Gegenverkehr beobachtet.

Bei einer während der dreimonatigen Sperrung im Altort durchgeführten Befragung war zwar überwiegend von einer Verbesserung der Lebensqualität die Rede, allerdings hatte die "Verlagerung" des Verkehrs in die Nebengassen auch zu einem deutlichen Unmut der dortigen Anwohner geführt.

Verstärkte Kontrollen

Bürgermeisterin Kerstin Deckenbrock machte nach Aufhebung der Sperrung deutlich, dass sowohl die kommunale Verkehrsüberwachung als auch die Polizei künftig verstärkt kontrollieren werden, ob die Friedrich-Ebert-Straße verbotenerweise wieder als Durchgangs-Trasse benutzt wird.  

Nach dem neuerlichen Gemeinderatsbeschluss hoffen die Anwohner der Seitenstraßen, die von der Bevölkerung liebevoll "Gässli" genannt werden,  dass sie wieder zur Ruhe kommen und zum Beispiel nicht mehr penibel genau darauf achten müssen, ob sie beim Verlassen ihrer Garagen mit "Gegenverkehr" rechnen  müssen. 

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