Gräfendorf

Diskussionsstoff in Gräfendorf: Bauanträge und Hochwasserfreilegung

Gräfendorf (Archivbild).
Gräfendorf (Archivbild). Foto: Björn Kohlhepp

Teils unterschiedliche Meinungen prallten bei der letzten Gemeinderatssitzung in Gräfendorf aufeinander. Grund waren zusätzliche Tagesordnungspunkte. 14 Gäste verfolgten die Sitzung.

Ein weiterer Zusätzlicher Tagesordnungspunkt war die Auftragsvergabe zur Baugrunduntersuchung mit Sondierungsbohrungen zur Hochwasserfreilegung im Ortskern von Gräfendorf. Da die geschätzten Kosten von 120 000 Euro auf circa 180 000 Euro angestiegen sind, regte sich Widerstand im Gremium. Bürgermeister Wagenpfahl sieht keine andere Lösung, als den abgeschlossenen Vertrag zu erfüllen. Gemeinderat Bernd Ditterich drängte auf Auflösung des Vertrages, Gemeinderat Andreas Nachreiner sprach sich für die Zahlung einer Konventionalstrafe und Aufhebung des Vertrages aus und Gemeinderätin Hildegard Müller setzte sich für die Durchführung der Bohrungen als Grundlage für spätere Maßnahmen ein. Der Gemeinderat lehnte die Ausschreibung und die Auftragsvergabe zu Sondierungsbohrungen mit einem Eigenanteil von 118 000 Euro mit 6:7 Stimmen ab.

Weiterer zusätzlicher Tagesordnungspunkt war die Errichtung einer Halle mit Lagerräumen im Trieb in Wolfsmünster. Einzige Vorgabe war der Einbau eines Sektionaltores. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag einstimmig zu. Ebenfalls zugestimmt wurde der Baumaßnahme zum Abbruch eines Abstellraumes und Errichtung einer Holzlege im Hirtenbeet 1 in Wolfsmünster.

Maximal 5000 Euro für Nutzung von Altbauten

Dem Antrag auf Förderung zur Nutzung von vorhandener Bausubstanz und Erwerb von Altbauten im Altortbereich Schonderfeld wurde mit einer Förderung von 10 Prozent der Baukosten, maximal jedoch 5000 Euro einstimmig zugestimmt.

Die Vorstellung des Entwurfsplanes zur Erschließung "Neuer Weg" im Ortsteil Gräfendorf führte zu regem Gedankenaustausch, da in diesem Zuge eine Ringleitung der Trinkwasserversorgung mit eingebaut wird, um im Brandfall die Freizeitanlage MC Kamp von zwei Seiten versorgen zu können. Erschlossen wird das ehemalige Lößl-Anwesen mit Wasser, Kanal, Straße und Wendehammer. Die Kosten belaufen sich auf 45 000 Euro für die Straße und 115 000 Euro für die Wasserleitung, wobei davon 45 000 Euro für die Ringleitung notwendig sind. Das Bauvorhaben genehmigte der Gemeinderat einstimmig.

Auch der Abschluss einer Zusatzvereinbarung zum Straßenbeleuchtungsvertrag zum Schutz vor Überspannungsschäden bei LED-Leuchten wurde als Grundschatzbeschluss für weitere Lampen mit 12:1 entsprochen. Eine LED-Lampe kostet etwa 250 Euro.

Das Thema Geldautomat der Sparkasse kam unter Punkt Verschiedenes ins Gespräch. Der Bürgermeister informierte, dass der Geldautomat zum 31. Dezember 2020 abgebaut werden wird. Von Seiten der Sparkasse konnte der Geldautomat nur gehalten werden, wenn mindestens 20 000 Abhebungen im Jahr durchgeführt werden. Diese Nutzung wurde von der Bevölkerung nicht erfüllt. Allerdings gibt es eine Möglichkeit der Geldabhebung im Dorfladen, wenn der Einkauf über 20 Euro liegt, dann einen höheren Betrag anzugeben und den Restbetrag auszahlen zu lassen.

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