Sackenbach

Ein großes Herz für die Menschen

80 Jahre und noch kein bisschen leise: Reinhilde Becher feiert ihren 80. Geburtstag.
Foto: Gisela Büdel | 80 Jahre und noch kein bisschen leise: Reinhilde Becher feiert ihren 80. Geburtstag.

"Das Wenige, das du tun kannst, ist viel": Albert Schweitzers Gedanke ist beispielgebend für Reinhilde Becher, die am Freitag, 17. Juli, im Bergrain ihren 80. Geburtstag feiert. Im Focus der vitalen Jubilarin stehen neben der Familie ihr soziales Engagement und die Vermittlung von Tradition und Brauchtum an Touristen ihrer Wahlheimatstadt Lohr.

Reinhilde Becher wurde am 17. Juli 1940 unter dem Mädchennamen Mühlthaler in Prien am Chiemsee geboren. Zur Überraschung ihrer Eltern erblickte das Nesthäkchen unter 13 Geschwistern mit 70 Minuten Verspätung nach Zwillingsbruder Hermann das Licht der Welt. Nach der Volks- und Mittelschule startete Reinhilde Becher ihre Berufslaufbahn an der Sparkasse Rosenheim. Ihren Ehemann Claus Becher lernte sie in Prien kennen, wo er als Lehramts-Referendar im Einsatz war. 1969 wurde Hochzeit gefeiert.

Durch die Versetzung ihres Mannes an das Lohrer Gymnasium fand das Ehepaar in der Spessartstadt eine neue Heimat. Bis zur Geburt ihres Sohnes Roland arbeitete die Jubilarin in der Sparkassen-Geschäftsstelle Lohr. 1972 wurde das Wohnhaus gebaut, 1973 kam Tochter Christine zur Welt. "Es war die Zeit für ehrenamtliche Stationen", erinnert sich Becher. Sie saß im Elternbeirat von Kindergarten und Schulen, war Pfadfinder-Vorsitzende, wirkte als Hilfsschöffin am Amtsgericht Gemünden oder Patientenbetreuerin am BKH Lohr.

Von ihrem historischen Wissen, das sicherlich auch auf der Mitgliedschaft im Lohrer Geschichtsverein basiert, und der Freude am Umgang mit Menschen ermutigt, absolvierte sie bei der Stadt Lohr eine Ausbildung und war zum 1. Mai 1990 eine der ersten ausgebildeten Stadtführerinnen. Ihre Augen leuchten, wenn sie von der nunmehr 30-jährigen "Herzensangelegenheit" berichtet, für die sie von Bürgermeister Mario Paul im März 2020 geehrt wurde. "Kenntnisreich und unterhaltsam" bewerten Touristen ihr Wissen um Brauchtum, Geschichte, Natur und Kultur.

Die Jubilarin hat ein großes Herz für ihre Mitmenschen: Seit 1990 sammelt Becher in der "AG Lohrer Hausfrauen-Welthungerhilfe" in der Fußgängerzone für Notleidende in Afrika. Aus ihrer "Backstube" stammen Leckerbissen für das "Goldene Herz e. V.". Der Verkaufserlös geht an Bedürftige aus Lohr und Umgebung. Seit fast 30 Jahren ist sie Mitglied (Leiterin von 1994 bis 2006) der Lohrer Unicef-Gruppe. Ihr Fazit: "Es mag ein Tropfen sein, was ich bewirke. Aber dort, wo es ankommt, ist es viel."

Die Kraft für vielerlei Aktivitäten schöpft die gesellige Jubilarin aus dem Sport: Seit 1970 trainiert sie in der TSV-Abteilung Turnen/Tanzen, schwimmt fast täglich und nennt als Hauptfortbewegungsmittel mit "Spaß- und Umweltfaktor" ihr E-Bike. Die Jubilarin feiert ihren Ehrentag im kleinen Kreis. Anreisen werden ihre beiden Kinder mit Partnern und fünf Enkelkindern aus Bonn und Regensburg. Das große Familienfest wird im Herbst in ihrer Heimatregion am Chiemsee nachgeholt.

Erinnerung an Kindertage: Reinhilde Becher mit Zwillingsbruder Hermann im Oktober 1946.
Foto: Repro Gisela Büdel | Erinnerung an Kindertage: Reinhilde Becher mit Zwillingsbruder Hermann im Oktober 1946.
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