Ein Solo für die darstellende Kunst

LOHR Einmal richtig austoben auf der Bühne wolle er sich in "Von Höhle bis Hollywood", hatte Schauspieler und "Gaukler"-Regisseur Joe Henselewski vorab angekündigt. Sagte es und tat's am Samstagabend bei der Premiere seines selbstverfassten Stückes im Theaterkeller des Weinhauses Mehling. Eine Stunde lang nonstop, nach kurzer Pause eine weitere halbe Stunde. Ein stimmlicher Marathon für einen Solodarsteller. Seine Stimme sei trainiert, sagt Henselewski nach Spielende; die Trockenheit des Raumes sei weit schlimmer als das Sprechen.
Die Bodenlandung von Joe Henselewski       -  Die Bodenlandung von Joe Henselewski ist lediglich als Bestandteil der darstellenden Kunst in dem Solostück
'Von Höhle bis Hollywood' zu verstehen.
Foto: FOTO RITA GRESS | Die Bodenlandung von Joe Henselewski ist lediglich als Bestandteil der darstellenden Kunst in dem Solostück "Von Höhle bis Hollywood" zu verstehen.

Eines muss man dem Kölner Tausendsassa lassen: Er hat Schauspielfeuer im Blut. Und eine grandiose Mimik. Sein Publikum vermag er bei blendender Laune zu halten; er bezieht es in seine Monologe ein und es applaudiert und lacht, was das Zeug hält. Am Ende wissen die Gäste Bescheid über Hänger und Blackouts von Bühnenakteuren. Über die drei Hauptsünden auf der Spielwiese der Eitelkeit. Über die Illusionen, wie Strahlemänner und -frauen aus Hollywood sie transportieren. Schauspielern sei etwas Leichtes. Doch der Reihe nach.

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