Marktheidenfeld

Ein starkes Zeichen der Solidarität und Hoffnung

Auch beim Verladen helfen die Schulen gemeinsam.
Foto: Martin Glückert | Auch beim Verladen helfen die Schulen gemeinsam.

Dieses Jahr war Vieles anders bei der Hilfsaktion Weihnachtstrucker, an der sich die Marktheidenfelder Schulen beteiligten. So herrschte eine anfängliche Verunsicherung, ob sich diese Art von Lebensmittelhilfe überhaupt so wie in den letzten Jahren problemlos durchführen lässt. Zudem wurde durch den Lockdown die Abholung der Pakete kurzfristig in Frage gestellt. Allen beteiligten Schulen war allerdings von Anfang an klar, dass Lebensmittelspenden für Südost- und Osteuropa gerade in diesem Jahr von besonderer Wichtigkeit sind. Denn der wirtschaftliche Einbruch durch die Corona-Krise trifft vor allem all diejenigen, denen es ohnehin schon am Nötigsten fehlt.

Die Schulen in Marktheidenfeld sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Sie verständigen sich gut untereinander beim Verteilen und Einsammeln der Kartons, die ein einheitliches Logo besitzen. Auch das Verladen auf dem Pausenhof des Gymnasiums ist eine gemeinsame Aktion, die aufgrund der vielen Helfer gerade einmal eine halbe Stunde beansprucht hat. Der St.-Kilian-Schule, der St.-Nikolaus-Schule, der FOS/BOS,  dem Balthasar-Neumann-Gymnasium, der Mittelschule sowie der Staatlichen Realschule ist es gelungen, 175 Pakete zu spenden – ein neuer Rekord.

Viele Schülerinnen und Schüler sowie  Eltern halfen während der Adventszeit, die Kartons mit Mehl, Zucker, Reis, Nudeln, Hygieneartikeln sowie mit Keksen und Schokolade zu füllen.  Bei der FOS/BOS lag die Organisation des Projekts in den Händen von Michael Dümig, in der Realschule bei der Klasse 10b. Am Gymnasium waren die SMV sowie Eva Hartmann und Astrid Meyerhuber für die Aktion verantwortlich.  Bei der St. Kilian-Schule übernahm Daniela Hörning die Organisation und bei der St.-Nikolaus Schule leitete Petra Pförtsch das Projekt.

Die Zielregionen der Johanniter-Weihnachtstrucker sind in diesem Jahr Albanien, Bosnien, Bulgarien, Rumänien und Ukraine. In fünf langen Konvois fahren sie rund 270 Verteilstellen an. Dort werden die Pakete an Schulen, Kindergärten und Kinderheime, Behinderteneinrichtungen und Altenheime sowie an bedürftige Menschen übergeben. Dabei führt der Weg auch in Kleinstädte und Dörfer, in abgelegene und schwer zugängliche Bergdörfer,  zu Armenküchen, Romasiedlungen und in entlegene Regionen. Alexander Thauer sammelt schon viele Jahre die Pakete der Marktheidenfelder Schulen mithilfe eines LKWs der WAREMA SE ein. Er versichert,  dass die Pakete auch dort ankommen, wo sie hingehören. Denn die Weihnachtstrucker arbeiten vor Ort eng mit bewährten und langjährigen Partnern wie Kirchengemeinden, Schulen, privaten Initiativen oder anderen Hilfsorganisationen zusammen, die eine gerechte Verteilung organisieren. Neu in diesem Jahr ist der Gedanke „vor der eigenen Haustür“ zu helfen. Das heißt, ein Teil der Pakete kommt auch Menschen in Deutschland zu Gute. Hier kooperieren die Weihnachtstrucker mit den „Tafeln“ und anderen Vereinen, um die wirtschaftlich Schwächsten auch im Inland zu unterstützen.

Von: Martin Glückert, Realschule Marktheidenfeld

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