Altfeld

Eine Erfolgsgeschichte seit 50 Jahren

Helmut Adam
| Helmut Adam

Am Sonntagmorgen zelebrierte der evangelische Pfarrer Reinhold Völler einen Gottesdienst an einem ungewöhnlichen Ort. Im Festzelt, in dem der Sportverein Altfeld sein 50. Gründungsjubiläum feierte, griff der Geistliche in seiner Predigt dieses Ereignis und die gegenwärtige Fußballweltmeisterschaft auf. Er sah im Fußballsport die Stiftung von Gemeinsamkeit und Teamgeist zur Erreichung eines gemeinsamen Zieles und wünschte dem deutschen Team in Brasilien wie auch dem SV Altfeld Gottes Segen für die Zukunft. Der Kirchenchor Michelrieth und der Posaunenchor Altfeld hatten die musikalische Gestaltung übernommen.

An gleicher Stelle hatte man am Vorabend beim Public Viewing mit der deutschen Nationalmannschaft bei der WM-Begegnung gegen Ghana mitgezittert und anschließend mit der Band „Ohlala“ gefeiert. Beim Frühschoppen am Sonntagmorgen begrüßte SV-Vorsitzender Helmut Adam die Gäste im schön dekorierten Festzelt und dankte bei einem sportlichen Rückblick zunächst der ersten Fußballmannschaft mit ihrem Trainer, die im Jubiläumsjahr den lang herbeigesehnten Aufstieg in die Bezirksliga schafften. Man setze beim SV Altfeld auf Jugendarbeit, auf den Nachwuchs aus den eigenen Reihen und auf die Identifikation mit dem Verein. Adam blickte auf die Gründung vor 50 Jahren beim „Sternwirt“ zurück und beschrieb die Fortschritte beim Ausbau der vereinseigenen Sportanlagen mit Sportplätzen, Vereinsheim und Sporthalle.

Über 1,6 Millionen Euro habe man in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten mit Förderung des Bayerischen Landessportverbands und der Stadt Marktheidenfeld investiert. Trotzdem sei der Verein praktisch schuldenfrei und könne entspannt mit 500 Mitgliedern, darunter etwa 180 Kinder und Jugendliche, in die Zukunft blicken. Mit neuen Formen wie Open-Air-Konzerten oder Kabarettabenden seien weitere Finanzquellen wirkungsvoll erschlossen worden. Erst am Vorabend hatte der Kabarettist Django Asül im Festzelt einen großartigen Auftritt auf die Bühne gebracht.

32 Meistertitel und fünf Aufstiege im Fußball schmückten die sportliche Bilanz seit der Gründung, führte Adam aus. Der SV Altfeld habe sich zu einer Art lokalem Jugendzentrum in der Region über die Ortsgrenzen hinaus entwickelt.

Die Glückwünsche der Stadt Marktheidenfeld für eine herausragende und erfolgreiche Gemeinschaft überbrachte Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder. Sie dankte Vorsitzendem Adam, der seit weit über 20 Jahren für die Vereinsarbeit im Stadtteil verantwortlich Sorge trage.

Landtagsabgeordneter Günther Felbinger würdigte den SV Altfeld als „Leuchtturm im großen Reigen erfolgreicher Sportvereine im Landkreis Main-Spessart“. Sein Parlamentskollege Thorsten Schwab sah eine stolze Erfolgsbilanz des SV Altfeld in fünf Jahrzehnten. Karl-Heinz Hübner, Kreisvorsitzender des Bayerischen Landsportverbands (BLSV), gratulierte dem SV Altfeld, der schon zweimal mit der Silbernen und im vergangenen Jahr erstmalig im der Goldenen Raute für Verdienste in der sportlichen Nachwuchsarbeit ausgezeichnet worden sei.

Im Name des Bayerischen Fußballverbands (BFV) überreichte Kreisjugendleiter Uwe Röhr eine Gedenkplakette für das Vereinsheim und freute sich, dass es dem SV Altfeld zum Jubiläum gelungen sei, die Türe zur Bezirksliga aufzustoßen. Wie er übergab auch der Vorsitzende des benachbarten FSV Steinmark, Jochen Ruck, zu den Glückwünschen einen Fußball.

Nach dem Mittagessen im Festzelt führte ein großer Festzug mit über 20 Gruppen und begleitet von mehreren Musikkapellen durch Altfeld. Nach dem Festbetrieb mit der Feuerwehrkapelle Hasloch am Sonntagabend klang das Jubiläumsfest des SV Altfeld am Montag mit einem Familiennachmittag und am Abend mit musikalischer Unterhaltung der Triefensteiner Musikanten im Festzelt aus.

 
Der SV Alfeld feierte sein 50-jähriges Bestehen: Ein großer Festzug, an dem sich natürlich auch die Jugend mit Begeisterung beteiligte, führte durch den Marktheidenfelder Stadtteil.
Foto: Fotos (2): Martin Harth | Der SV Alfeld feierte sein 50-jähriges Bestehen: Ein großer Festzug, an dem sich natürlich auch die Jugend mit Begeisterung beteiligte, führte durch den Marktheidenfelder Stadtteil.
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