Burgsinn

Vorbereitung auf Distanzunterricht

Steffen Schultheis, Systembetreuer der Sinngrundschule Burgsinn, testet den Unterricht zuhause  mit Johanna, Klasse 8.
Foto: Michael Meisenzahl | Steffen Schultheis, Systembetreuer der Sinngrundschule Burgsinn, testet den Unterricht zuhause mit Johanna, Klasse 8.

Letzte Vorbereitungen laufen an der Sinngrund-Grund- und Mittelschule, bevor Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse in den Distanzunterricht wechseln.

Johanna aus Wohnrod testet mit Systembetreuer Steffen Schultheis, wie die nächsten Tage und Wochen der Unterricht von zu Hause laufen wird. „Der Teufel liegt im Detail“, weiß Schultheis. Oft seien es Kleinigkeiten in den Systemeinstellungen, die zu Missverständnissen oder Nachfragen führen. „Insgesamt sind wir aber sehr gut aufgestellt, haben seit Schuljahresbeginn mit allen Schülern den Unterricht im Virtuellen Klassenzimmer geprobt.“

 Das Beschaffen der technischen Ausstattung war dabei nicht immer ganz einfach. Alexander Obert, Konrektor der Sinngrundschule, berichtet: „Zusammen mit dem Schulverband Burgsinn haben wir uns rechtzeitig um Fördergelder aus dem Sonderbudget des Bayerischen Kultusministeriums gekümmert – da dies aber so viele Schulen gleichzeitig getan haben, kamen die Lieferanten irgendwann an ihre Grenzen.“

Tatsächlich seien einige Schulen irgendwann einfach nicht mehr beliefert worden, ergänzt Rektor Michael Meisenzahl. „Ein Problem, das wir ganz pragmatisch gelöst haben!“ Zusammen mit Schulsekretärin Bettina Oehme sei man eben einkaufen gegangen, immer drei Stück auf einmal, mehr war im Einzelhandel nicht möglich. Nach kurzer Zeit konnte so die erste Charge von 30 Schul-Tablets angeschafft werden, welche bei Bedarf unbürokratisch an Schülerinnen und Schüler ausgeliehen werden können. „ Im Januar erwarten wir noch einmal 30 weitere Tablets .  Auch wenn es sich niemand wünscht, steht einem Distanzunterricht in mehreren Klassen – wenn nötig - dann nichts mehr im Wege.

Und wie sehen die Schüler im Sinngrund diese Entwicklung? „Mit gemischten Gefühlen“, meint Johanna. „Klar ist es angenehm, morgens nicht aus dem Haus zu müssen, und den Stoff quasi geliefert zu bekommen.“ Aber dass sie ihre Klassenkameraden dann vorerst nur online treffen kann, gefällt ihr gar nicht. „Doch so ist es eben zurzeit, da müssen wir jetzt durch.“ „Und wir Lehrer haben noch einen kleinen Trumpf in der Hand: Im Gegensatz zum echten Schulleben können wir den einen oder anderen zwischendurch sogar mal stummschalten“, schmunzelt A. Obert.

Von: Michael Meisenzahl, Rektor Sinngrund - Grund- und Mittelschule

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