Wombach

"Endlich wieder Schulbetrieb hier": Neuer Standort für Montessori-Schule in Wombach

Im zweiten Stockwerk des zum Wald gerichteten Trakts der ehemaligen St. Nikolaus-Schule in Wombach werden sich auf 240 Quadratmetern die neuen Räumlichkeiten der neuen Montessori-Schule befinden.
Foto: Frank Zagel | Im zweiten Stockwerk des zum Wald gerichteten Trakts der ehemaligen St. Nikolaus-Schule in Wombach werden sich auf 240 Quadratmetern die neuen Räumlichkeiten der neuen Montessori-Schule befinden.

"Orte schaffen, an denen Kinder miteinander lernen", verkündete die Mitinitiatorin Nicole Scherg zum kürzlich bekannt gegebenen Standort der neuen Montessori-Schule für Main-Spessart. Diese wird jetzt nach längerer Suche im Umfeld Lohr in einen 240 Quadratmeter großen Bereich der ehemaligen St.-Nikolaus-Schule in Wombach einziehen. Insgesamt drei Zimmer im zweiten Stockwerk stehen zur Verfügung, darunter ein 90 Quadratmeter großes Klassenzimmer. Mit den Umbaumaßnahmen, bei denen unter anderem zwei Wände entfernt werden sollen, wird im Januar begonnen.

Auch wenn noch weitere Hürden bis zum Start im kommenden Schuljahr zu bewältigen sind, zeigte sich Scherg, die am Donnerstag gemeinsam mit Monika Rosenkranz einen Infoabend für interessierte Eltern leitete, zuversichtlich, alle Auflagen pünktlich erfüllen zu können. Seit zwei Jahren ist das mittlerweile auf ein Dutzend Aktive angewachsene Organisationsteam des Trägervereins mit der Umsetzung des Konzepts zur Realisierung der Privatschule beschäftigt. Ein wichtiger Baustein sei mit der Standortfrage geklärt, so Scherg. In einem 90-seitigen Dokument werde jetzt das staatliche Genehmigungsverfahren zur Anerkennung vom Schulverband Unterfranken eingeleitet – erste Gespräche mit der Behörde seien positiv verlaufen.

Acht Schüler hätten sich bereits verbindlich angemeldet. Mindestens 14 Kinder muss die von der ersten bis zur vierten Klasse reichende Schule für die Genehmigung vorweisen. Gespräche über die Finanzierung würden derzeit mit den Banken laufen. Das Schulgeld werde mit etwa 200 bis 250 Euro pro Monat, gestaffelt nach einem Sozialplan, zu Buche schlagen. Zudem möchte der Vorstand bis Ende des Jahres einen Lehrer, der auch die Leitung übernehmen wird, plus eine weitere pädagogische Fachkraft vorstellen.

Die Hausherrin der ehemaligen St.-Nikolaus-Schule, Gabriele Hofstetter, zeigte sich glücklich über die Neubelebung als Schulhaus. Bis 2015 beherbergte das Haus mehrere Klassen der Lebenshilfe für lernbehinderte Kinder. "Für mich war es immer ein großer Wunsch, hier endlich wieder Schulbetrieb zu haben", äußerte die Geschäftsführerin der Lebenshilfe. Bisher ist ebenso im zweiten Stock die Mittagsbetreuung der Lohrer Grundschule untergebracht. In weiteren Räumen wurden Büros geschaffen oder diese werden von lokalen Vereinen und für Ferienbetreuungen genutzt.

Vormietvertrag

Bisher sei eine gemeinsame Absichtserklärung zwischen dem Montessori-Verein und der Lebenshilfe erarbeitet worden. Diese sei auch als Vormietvertrag gültig. Über die Kostendeckung der Baumaßnahmen werde derzeit zwischen den Vertragspartnern verhandelt, erklärte Hofstetter: "Wir bewegen uns dabei auf Augenhöhe." Auch die Geschäftsführerin blickt positiv nach vorne, dass der Schulbetrieb im kommenden Jahr anlaufen könne.

Die Lohrerin Naïma Oymak hat ihren Sohn bereits angemeldet. "Ein wichtiger Punkt ist für mich, dass keine Noten vergeben werden", sagt die Mutter von drei Kindern. Zudem wünscht sie sich für ihren Sohn keinen Leistungsdruck, keine Normierung, ein individuelles Lerntempo und dadurch ein starkes Selbstbewusstsein. Durch die Zusammenarbeit mit der Schule erhofft sich Oymak eine familiäre Atmosphäre.

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