Gemünden

Endstation Gemünden: Nach Prügelei in Zug von Polizei gefesselt

Weil sie keine Masken trugen, wurde die Fahrt der zwei Männer das erste Mal von der Bundespolizei unterbrochen. Später prügelten sie sich – und die Beamten mussten erneut eingreifen.

In den frühen Morgenstunden verursachten am Montag zwei sich prügelnde Zugreisende Polizeieinsätze in Aschaffenburg und Gemünden. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Würzburg hervor.

In der Nacht auf Montag wollten zwei Männer zunächst mit einem Regionalexpress nach Frankfurt am Main fahren. Da sie sich laut Polizeibericht aber im Zug "ungebührlich verhielten" und gegen die Mund-Nasenschutz-Pflicht verstießen, wurde die Bundespolizei in Aschaffenburg hinzugezogen. 

Die beiden Männer konnten keinen triftigen Grund für ihren Verstoß gegen die nächtliche Ausgangssperre angeben und wurden angewiesen, mit dem nächsten Zug zurück nach Schweinfurt zu fahren. Dieser Weisung folgten die beiden. Laut Bundespolizei meldete aber kurze Zeit später die Zugbegleiterin des Regionalzuges, dass die beiden erneut aufgrund ihres Verhaltens von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden sollen, und zwar in Gemünden.

Die Polizisten fesselten einen der Männer

Kurz vor dem Halt in Gemünden prügelten beide aus bisher ungeklärten Gründen aufeinander ein und verletzten sich dabei leicht. Beim Eintreffen der Beamten hatten die Männer wieder voneinander abgelassen. Das Ergebnis der Schlägerei war eine blutende Lippe sowie ein Hämatom und zahlreiche Schwellungen. Nachdem beide aus dem Zug gebracht wurden, sprang einer von ihnen unvermittelt ins Gleis und stürzte. Anschließend klagt er über erhebliche Schmerzen im Brustbereich. Eine ärztliche Behandlung lehnte er jedoch ab. Außerdem "verweigerte er jede weitere Kooperation mit dem Rettungsdienst und wurde im weiteren Verlauf immer renitenter", heißt es von Seiten der Polizei.

Zuletzt habe er schließlich gefesselt werden müssen. Zur weiteren Untersuchung begleitete eine Polizeistreife beide Männer ins Klinikum Lohr. Aufgrund des Verhaltens der beiden Männer wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme angeordnet. Nach Abschluss aller Maßnahmen durften beide in den frühen Morgenstunden ihre Reise fortsetzen. Gegen beide Reisende wurde nach Angaben der Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und ein Verfahren wegen der Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet.  

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