Erlenbach

Erlenbach: Gemeinderat diskutiert Stellplatzverordnung

Zu Beginn der jüngsten Sitzung des Erlenbacher Gemeinderates informierte Bürgermeister Georg Neubauer über aktuelle Bauprojekte und Themen in beiden Ortsteilen.

Die Straßendecke in Tiefenthal ist asphaltiert. Voraussichtlich am 21. Oktober folgen die Gehsteige. Der Gemeinderat weiß auch um die schlechte Ausführung der Randsteine und hat dies dem Straßenbauamt des Landkreises als Bauträger mitgeteilt. Die Erdurnengräber sind weitestgehend fertiggestellt. Die vorgeschlagene Baumart, die dort gepflanzt werden soll, fand keine Zustimmung. Einen Vorschlag sollen nun die Tiefenthaler Gemeinderäte erarbeiten. Für den Kindergarten und die Grundschule wurden die Luftfiltergeräte angeschafft und in den Räumen aufgestellt.

Stefan Reuter, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Main-Spessart, stellte dem Gemeinderat das Projekt "Entwicklung von Trittsteinbiotopen" vor. Die nächsten Naturschutzgebiete liegen am Kallmuth in Homburg und am Kreuzberg in Marktheidenfeld. In Erlenbach gibt es seit 2009 an der Buhleite eine Fläche. Ziel ist es, die Verbuschung zu beseitigen und die Flächen durch Pflege und Beweidung für zahlreiche Insekten offen zu halten, die über diese Trittsteinflächen wandern können. Julia Ebert erläuterte, dass es bei diesem BayernNetz-Projekt um den Erhalt, die Verbesserung und Neuschaffung von Trittsteinen geht.

Die Fördersumme in Bayern beträgt 600 000 Euro. In Erlenbach betrifft das neue Gebiet eine Fläche von 0,6 Hektar am Bäuerleinsberg. Die Kosten belaufen sich auf circa 2500 bis 3000 Euro je Hektar. Die Umsetzung erfolgt durch regionale Pflegelandwirte. Ziel ist die Offenhaltung von Magerrasenflächen. Der Gemeinderat entschied, sich die Fläche vor Ort anzuschauen.

Nur für Neubaugebiete oder auch rückwirkend?

Regen Diskussionsbedarf gab es beim Tagesordnungspunkt "Erlass einer Stellplatz- und Ablösesatzung". Florian Hörning, Bauamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld, hatte eine Satzung, die bereits in einzelnen Gemeinden der VG angewendet wird, vorbereitet und erläuterte die rechtlichen Rahmenbedingungen. Diskutiert wurde, ob die Satzung nur für Neubaugebiete oder rückwirkend verpflichtend ist. Laut Florian Hörning gilt diese für den ganzen Ort, jedoch nicht rückwirkend. Es besteht generell eine Verpflichtung, einen Stellplatz nachzuweisen.

Gemeinderat Sven Liebler sah einen Unterschied zwischen Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern, bei denen auch Besucherparkplätze berücksichtigt werden sollten. Die Anzahl der Stellplätze sahen einzelne Gemeinderäte bei mehr als einem je Wohneinheit. In der Satzung war unter anderem ein Ablösebetrag von 3500 Euro je Stellplatz vorgesehen. Silke Wiesmann war der Meinung, dass dieser Betrag vielleicht höher anzusetzen wäre. Neubauer wies darauf hin, dass es auch Hausbesitzer gebe, die kein Auto haben oder es bei der Nachnutzung eines Wohngebäudes im Altort dann Bedarf für Stellplätze geben könnte. Eine Entscheidung wurde vertagt. Der Bürgermeister will mit den Fraktionsvorsitzenden das Thema noch eingehender beraten.

Abschließend verlas Bürgermeister Georg Neubauer ein Schreiben von Anwohnern "Am alten Berg", die auf die Nachteile eines Mehrfamilienhauses in der Straße hinwiesen. Laut Florian Hörning hat das Landratsamt die Baugenehmigung unter Prüfung der städtebaulichen Verträglichkeit erteilt.

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