Gemünden

Erneute Vollsperrung der Bergstraße bringt neue Umleitungen

Monatelang wird der zweite Bauabschnitt in Gemünden dauern und damit auch die Vollsperrung. Ausweichverkehr durch Siedlungsstraßen soll verhindert werden.
Die Bergstraße wird wieder voll gesperrt (Archivbild).
Foto: Herbert Hausmann | Die Bergstraße wird wieder voll gesperrt (Archivbild).

Der erste Bauabschnitt zur Erneuerung der Gemündener Bergstraße, vom Ortseingang Richtung Hammelburg bis zur Straße "Schöne Aussicht", wurde vergangenes Jahr abgeschlossen. Dieses Jahr steht das kürzere Stück von der Bundesstraße bis zur "Schönen Aussicht" auf dem Plan. Wieder muss eine Vollsperrung her, die vier bis acht Monate dauern könnte. Ein Umleitungskonzept soll erarbeitet werden, damit der Verkehr nicht in die Siedlungsstraßen und über Adelsberg ausweiche, sagte Bürgermeister Jürgen Lippert am Montag im Hauptausschuss. Aber er machte auch klar: "Es wird Belastungen für Bürger geben." Denn komplett heraushalten lasse sich der Verkehr aus den Siedlungsstraßen nicht.

Laut Gemündens Bauamtsleiter Jörg Breitenbach soll der zweite Bauabschnitt Ende des Frühjahrs beginnen. Über die Dauer habe er verschiedene Angaben gehört. "Wir sind nicht Herr des Verfahrens", sagte Breitenbach. Die Planung der Bauarbeiten und der Sperrung liege beim Kommunalunternehmen Stadtwerke (KU). Weil daneben noch das staatliche Bauamt mit an Bord ist, beschloss der Hauptausschuss am Montag einstimmig eine Vereinbarung zwischen der Stadt, dem KU und dem Freistaat über den gemeinschaftlichen Ausbau der Bergstraße (Staatsstraße 2303). Darin ist etwa festgelegt, wer wofür zuständig ist und dass das Bauamt die Kosten für die Farbahnerneuerung trägt, die Stadt die für die Gehwege.

Erst war die Mainbrücke dran, jetzt die Bergstraße

Während beim Straßenteil im ersten Bauabschnitt nur die Fahrbahndecke erneuert wurde, findet im zweiten Straßenabschnitt ein Vollausbau samt Erneuerung der Gehwege statt. Dabei werden zugleich die Einmündungen in Zeilbaumweg und Brückleinsweg erneuert sowie Wasser-, Kanal- und Stromleitungen neu verlegt. Lippert erinnerte daran, dass das gesamte Vorhaben in der Bergstraße eigentlich parallel zu den Bauarbeiten an der Mainbrücke angedacht gewesen wäre, dass man die Bergstraße, um Chaos zu vermeiden, aber geschoben habe. Bezüglich der Umleitungen habe er aus Gössenheim schon zu hören bekommen: "Den ganzen Lkw-Verkehr haben wir schon. Müsst ihr uns den ganzen Pkw-Verkehr auch noch geben?"

Da die Gehwege zwischen Schöner Aussicht und Bundesstraße momentan nicht frostfrei seien, habe die Stadt für deren Erneuerung Zuschüsse beantragt. Die Kosten für die neuen Gehwege werden derzeit auf rund 160 000 Euro netto beziffert. Die Kosten für die Einmündungen, für die ebenfalls die Stadt Gemünden zuständig ist, werden auf 100 000 Euro geschätzt.

Ob der Ausbau der Bergstraße Auswirkungen auf das Gewerbegebiet rund um den Agrarhandel Weimann an der Bundesstraße habe, wollte Stadtrat Ferdinand Heilgenthal wissen. Nein, beschied ihn Bürgermeister Lippert. Und die Bauarbeiten kollidierten auch nicht mit einer möglichen Ampel oder einem Kreisel an der Bundesstraße, was die Stadträte Werner Herrbach und Matthias Risser wissen wollten.

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