Triefenstein

Erste Bürgermeisterin von Triefenstein legt ihren Eid ab

Triefensteins neuer Gemeinderat mit neuer Sitzordnung im Saal der Friedrich Kirchhoff-Stiftung in Lengfurt.
Triefensteins neuer Gemeinderat mit neuer Sitzordnung im Saal der Friedrich Kirchhoff-Stiftung in Lengfurt. Foto: Günter Reinwarth

Erstmals steht mit Kerstin Deckenbrock (47) eine Frau an der Spitze der 4300 Einwohner zählenden Einheitsgemeinde. In der konstituierenden öffentlichen Sitzung nahm Werner Thamm als ältestes Gemeinderatsmitglied der neuen Bürgermeisterin den Amtseid ab. Als zweite Bürgermeisterin steht der Rathauschefin Karin Öhm (Freie Bürger) aus Lengfurt zur Seite. Sie wurde ebenso mit 15 gültigen von 17 Stimmen in ihr neues Ehrenamt gewählt wie der von der CSU-Fraktion für den dritten Bürgermeister vorgeschlagene Gemeinderat Torsten Gersitz aus Homburg.

Die öffentliche Sitzung fand aufgrund der Corona-Vorschriften erneut im geräumigen Saal der Friedrich-Kirchhoff-Stiftung statt. Mit rund zwei Dutzend Zuhörern verfolgten so viele Interessenten wie noch nie die Beratungen, die ohne Diskussion mit 14 Tagesordnungspunkten bereits nach knapp fünfzig Minuten beendet wurden.

Die Wahl der beiden Stellvertreter ging, so darf vermutet werden, deswegen so problemlos über die Bühne, weil man sich im Vorfeld nach "guter alter kommunalpolitischen Sitte" an einen Tisch gesetzt und auf Öhm und Gersitz geeinigt hatte. Bürgermeisterin Kerstin Deckenbrock deutete in ihrer äußerst couragierten und mutigen Eröffnungsrede an, dass sie sowohl ihre beiden Vertreter als auch den Gemeinderat enger in die "Gemeindearbeit", als man dies bisher gewohnt war, einbinden werde.

Ortsteile sollen mehr zusammengeführt werden

Sie griff auf ihr Wahlkampfmotto "Aus vier mach wir" zurück, als sie das engere Zusammenführen der vier Ortsteile Lengfurt, Trennfeld, Homburg und Rettersheim in den Mittelpunkt ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit stellte. Deckenbrock fügte hinzu: "Lassen Sie uns eine intensive und sachliche Kommunikation pflegen und nach konstruktiver Auseinandersetzung und Diskussion am Ende das beste Ergebnis für den Markt Triefenstein erreichen". Dankesworte für geleistete Dienste durften von der Bürgermeisterin ihr Vorgänger Norbert Endres sowie dessen Stellvertreter Werner Thamm und Steffen Schäfer hören.

Gespannt war man im Kirchhoffsaal, was Deckenbrock mit den von ihr signalisierten Veränderungen meinte, die "alle spüren werden". Sie werde die Bürgeranfragen aus den öffentlichen Sitzungen nehmen und dafür regelmäßige Bürgersprechsprechstunden für jedermann im Rathaus anbieten.

Vor dem Hintergrund ihres Slogans in der Vorwahlzeit "Aus vier mach wir" will Deckenbrock künftig mit den öffentlichen Sitzungen in alle Ortsteile gehen. Die Beratungen werden abwechselnd in Lengfurt (Saalbau), Homburg (Schlossscheune),Trennfeld (Triefenstein-Halle) und Rettersheim (Bocksberg-Halle) stattfinden. Als weitere Neuerung kündigte Deckenbrock ein mehrseitiges Mitteilungsblatt mit "umfangreichen und informativen Themenblöcken an".

Neue Gemeinderäte vereidigt

Man wisse nicht, wie sich die Corona-Krise auf den Haushalt Triefensteins auswirke, sagte die neue Bürgermeisterin abschließend in ihrer mit Beifall quittierten Eröffnungsrede.

Als neue Gemeinderäte vereidigte Kerstin Deckenbrock aus der Fraktion "Aus vier mach wir" Claudia Holzmann, Armin Huth und Christian Völker, von der CSU Daniel Gravera und Stefan Senger, von den Freien Bürgern Marcus Kuntscher und Ralph Scheller und von der SPD Christoph Müller und Peter Weis.

Wieder gewählt wurden von der CSU Stefanie Engelhardt, Torsten Gersitz und Wolfgang Virnekäs, von den Freien Bürgern Bruno Hock, Karin Öhm und Werner Thamm und von der SPD Steffen Schäfer.

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