Kreuzwertheim

Fahrdienst ins Impfzentrum einrichten

Wie Bürgermeister Klaus Thoma berichtete, erhalte die Verwaltung viele Anfragen im Hinblick auf die Coronaimpfung und das Thema FFP2-Masken. In der Sitzung ging er auf die Coronasituation ein. Außerdem beschloss der Rat Unterstützungsmaßnahmen. Kreuzwertheim kam bisher glimpflich durch die Pandemie. „Die Anzahl der Infizierten in Kreuzwertheim seit Beginn der Pandemie liegt mit Stand 25.12. bei lediglich 41 Personen.“ Erfreulicherweise sei nach den letzten Veröffentlichungen noch kein Fall im Seniorenheim Rosenglück zu verzeichnen gewesen.

„Impfungen im Impfzentrum Lohr werden frühstens ab Mitte Februar 2021 anlaufen. Dies hängt aber nach wie vor von ausreichend verfügbaren Impfstoff ab.“ Viele Senioren und Personen mit eingeschränkter Mobilität lebten zuhause und hätten Probleme ins Impfzentrum zu gelangen. Auch hätten nicht alle Angehörige, die sie dabei unterstützen können. Die Krisensituation erfordere Solidarität und den Zusammenhalt in der Gemeinde. Der Gemeinderat beschloss daher verschiedene Maßnahmen, um diese Menschen zu unterstützen.

Verwaltung vermittelt

Einerseits wird über das Amtsblatt ein Aufruf für Nachbarschaftshilfe gestartet. Menschen, die einen Fahrer zum Impfzentrum suchen, und Bürger die bereit sind zu fahren, sollen sich bei der Verwaltung melden, die dann vermittelt. Außerdem plant die Marktgemeinde zusammen mit dem Bürgerbusverein und der örtlichen Bereitschaft des BRK einen Fahrdienst ins Impfzentrum Lohr einzurichten. Abzuklären sei noch, wie viele Personen man gleichzeitig befördern dürfe. Er hoffe, dass man drei bis vier Personen gleichzeitig hinbringen könne.

Bedingung für die Realisierung ist aber, dass zeitgleiche Impftermine für die gefahrenen Personen vereinbart werden können. Ob dies möglich ist, stand zum Zeitpunkt der Sitzung noch nicht fest. Der Marktgemeinderat beschloss, dass die Auslagen des Bürgerbusverein und der BRK-Bereitschaft für den Fahrdienst zum Impfzentrum übernommen werden, falls von anderer Stelle keine Kostenübernahme erfolgt.

Thoma wies weiter darauf hin, dass auf überörtliche Ebene geprüft werde, ob man Menschen, die zuhause leben, aber nicht mehr mobil sind, per Krankentransport zum Impfzentrum bringen könne oder diese über mobile Impfteams versorge.

Weiterhin besteht die konkrete Überlegung der Schaefers Apotheke, in Kooperation mit der Gemeinde ein „Corona-Schnelltestzentrum“ in der Dreschhalle einzurichten. Hierzu müssten allerdings noch einige rechtliche Detailfragen geklärt werden. „Solch ein Angebot wäre wichtig und gut, um den Kampf gegen die Pandemie zu unterstützen“, so Thoma. Der Gemeinderat stimmte zu, dass man das Schnelltestzentrum durch Bereitstellung der Dreschhalle dafür unterstützt.

Kostenlose Masken

Weiter informierte Thoma über kostenlose Möglichkeiten eine FFP2-Maske zu erhalten. Finanziell Bedürftige bekommen diese direkt vom Freistaat zugesandt. Zudem stellt Bayern pflegenden Angehörigen insgesamt eine Million Masken der Kategorie kostenfrei zur Verfügung. Die Hauptpflegeperson erhält einmalig drei Schutzmasken. Die Ausgabe dieser erfolgt am Mittwoch, n 27. Januar, von 9 bis 14 Uhr und am Donnerstag,  28. Januar, von 14 bis 18 Uhr im Fürstin-Wanda-Huas. Als Nachweis der Bezugsberechtigung ist zur Abholung das Schreibend der Pflegekasse mit Feststellung des Pflegegrads mitzubringen.  

Thoma rief die gesamte Bevölkerung auf, das Angebot der freiwilligen Coronaimpfung anzunehmen.

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