MAIN-SPESSART

Fast 11,5 Millionen Euro für Main-Spessart

(jos) 31 Projekte im Landkreis Main-Spessart werden aus Mitteln des Konjunkturpaketes II gefördert. Wie die Regierung von Unterfranken am Montag informierte, entfallen von den unterfrankenweit rund 153 Millionen Euro rund 11,5 Millionen Euro auf den Landkreis. „Mit diesem Ergebnis ist der Landkreis mehr als zufrieden und kann ab sofort in die Planung der Maßnahmen einsteigen“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt vom Montag.

Das vom Volumen her meiste Geld fließt an das Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt mit 2,4 Millionen Euro (Projekt des Landkreises), die energetische Sanierung der Volksschule mit Turnhalle in Rieneck mit 1,04 Millionen Euro, der Neubau eines Holzhackschnitzelkessels am Gesundheitszentrum Lohr mit 803 000 Euro (Projekt des Landkreis) sowie die Errichtung einer Hackschnitzelanlage des Bezirkskrankenhauses Lohr (Bezirk) mit 963 000 Euro.

Vor allem Schulhäuser

Nachfolgend die Maßnahmen:

• Altfeld: Energetische Sanierung Kindertageseinrichtung Kindergartenland 179 000 Euro;

• Arnstein: Energetische Sanierung der Musikschule 392 000 Euro

• Aura: Energetische Sanierung Grundschule 158 000 Euro;

• Bergrothenfels: Energetische Sanierung Kindergarten 221 000 Euro;

• Birkenfeld: Energetische Sanierung Kindergarten 105 000 Euro;

• Burgsinn: Abriss der alten Turnhalle 180 000 Euro; energetische Sanierung Rathaus 102 000 Euro;

• Erlach: Ausbau der Erlacher Straße mit Anlage eines Dorfplatzes 105 000 Euro;

• Erlenbach: Energetische Sanierung Schulturnhalle der Grundschule 383 000 Euro; Sanierung der Grundschule selbst 200 000 Euro;

• Eußenheim: Energetische Sanierung Volksschule 554 000 Euro; energetische Sanierung Rathaus 315 000 Euro;

• Fellen: Neugestaltung Ortsmitte, Gemeindekanzlei, Alte Schule mit Treppenanlage 220 000 Euro;

• Gänheim: Energetische Sanierung Kindergarten und Jugendzentrum 300 000 Euro;

• Gräfendorf: Energetische Modernisierung des kommunalen Verwaltungs- und Begegnungsgebäudes 295 000 Euro;

• Himmelstadt: Energetische Sanierung Rathaus 184 000 Euro;

• Karbach: Energetische Sanierung Alte Schule 148 000 Euro;

• Karlstadt: Nahwärmeversorgung, Dachsanierung und Fenstersanierung des Johann-Schöner-Gymnasiums Karlstadt 2,4 Millionen Euro;

• Langenprozelten: Energetische Sanierung der Grundschule 372 000 Euro;

• Lohr: Neubau eines Holzhackschnitzelkessels am Gesundheitszentrum 803 000 Euro;

Errichtung einer Hackschnitzelanlage des Bezirkskrankenhauses Lohr 963 000 Euro;

• Marktheidenfeld: Energetische Sanierung der Schwimm- und Turnhalle der Friedrich-Fleischmann-Grundschule 403 000 Euro;

• Mittelsinn: Energetische Sanierung Kindergarten 167 000 Euro;

• Neuhütten: Energetische Sanierung Kindergarten 44 000 Euro;

• Oberndorf: Energetische Sanierung Schulturnhalle 372 000 Euro;

• Obersinn: Energetische Sanierung Kindergarten 108 000 Euro;

• Rechtenbach: Umbau der ehemaligen Schule zum Bürgerhaus 100 000 Euro;

• Retzbach: Energetische Sanierung der Grundschule 203 000 Euro;

• Rieneck: Energetische Sanierung Volksschule mit Turnhalle 1,04 Millionen Euro;

• Thüngen: Energetische Sanierung Kindertageseinrichtung 285 000 Euro;

• Wernfeld: Energetische Sanierung Kindergarten 135 000 Euro.

Felbinger: Zu bürokratisch

„Damit können sich nun der Landkreis und viele Kommunen freuen, aber es gibt eben auch sehr viele Enttäuschte“, bezieht Günther Felbinger (Gemünden), Landtagsabgeordneter der Freien Wähler, Stellung. Er hat den bayerischen Verfahrensweg von Anfang an als zu bürokratisch kritisiert. Insgesamt konnten in Bayern von 6972 Bewerbungen mit einem Gesamtvolumen von 6,3 Milliarden Euro nur 22 Prozent befriedigt werden. In Unterfranken habe die Quote bei 23 Prozent gelegen.

Felbinger sieht durchaus die positiven Gesichtspunkte für die nun ausgewählten Gemeinden, Städte und Landkreise, aber auch den horrenden Aufwand, der für die Kommunen damit verbunden war, denn seit vielen Monaten wurden mit erheblichem Personalaufwand die Anträge formuliert: „Da aber nur maximal 25 Prozent der beantragten Mittel genehmigt wurden, ist sehr viel Geld in die Bürokratie geflossen“, bedauert er. Da mit offiziellen Bescheiden nicht vor Juni/Juli zu rechnen sei, befürchtet Felbinger, „dass die Maßnahmen in den Jahren 2009 und 2010 insgesamt nicht abgewickelt werden können“. Mit etwaigen Pauschalzuweisungen (zum Beispiel 100 000 Euro für Gemeinden mit 1000 Einwohnern) wäre es wesentlich schneller gegangen, meint er.

Schneider: Enges Spektrum

Sein SPD-Landtagskollege Harald Schneider, kritisiert ebenfalls die Verfahrensdauer. Nach seiner Ansicht hat die Staatsregierung das Konjunkturpaket eher behindert als vorangebracht: Gerade im Landkreis Main-Spessart könnten die Impulse für die Wirtschaft schon längst vorangebracht sein. Was Schneider am bayerischen Weg besonders ärgert: Die Staatsregierung verengt die Maßnahmen auf energetische Sanierungen – im Gegensatz zu anderen Ländern, die zum Beispiel Bildungsinvestitionen viel breiter zulassen.

Online-Tipp

Hintergrundinformationen zum Konjunkturpaket und Details unter www.mainpost.de/finanzen

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