Lohr

Festlicher Trompetenschall in der Stadtpfarrkirche

In eine Zeitreise in die Epoche des Barock versetzten Lohrs
Dekanatskantor Alfons Meusert (vorne) und die Trompeter Dominik Ring und Marina
Fixle etwa 300 Zuhörer in der Lohrer Stadtpfarrkirche.
Foto: Philipp Heilgenthal | In eine Zeitreise in die Epoche des Barock versetzten Lohrs Dekanatskantor Alfons Meusert (vorne) und die Trompeter Dominik Ring und Marina Fixle etwa 300 Zuhörer in der Lohrer Stadtpfarrkirche.

Während in der Altstadt am Silvesterabend die ersten Raketen und Sektkorken knallten, schufen die Trompeter Dominik Ring und Marina Fixle und Organist Alfons Meusert in der Stadtpfarrkirche eine feierliche Atmosphäre. Etwa 300 Zuhörer ließen sich ihr außergewöhnliches Konzert nicht entgehen.

Das Mittelschiff der Kirche war voll besetzt, als die drei Musiker das Concerto D-Dur von John Humphries anstimmten. Die Berufsmusiker Dominik Ring und Marina Fixle schmetterten die festlichen Lieder auf ihren Piccolotrompeten - auch Bachtrompeten genannt - von der Empore des Gotteshauses. Obwohl es einigen Gästen an manchen Stellen zu laut war, war die Lautstärke angesichts des Anlasses angemessen. Routiniert begleitet wurden die Blechbläser von Alfons Meusert, der auf der Orgel auch drei Solowerke intonierte.

Alle Stücke stammten vom Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts, der Epoche des Barocks - mit einer Ausnahme. Das Orgelstück des zeitgenössischen Komponisten Marco den Toom tanzte etwas aus der Reihe.

Das Orgelstück Toccata und Fuge F-Dur BWV 540 des Meisterkomponisten Johann Sebastian Bach klang besonders opulent. Doch noch weitaus majestätischer klang das Zusammenspiel der Trompeten.

Äußerst festlich klang das Concerto D-Dur von Tomaso Albinoni, vorgetragen von Alfons Meusert und Dominik Ring, der seit 2001 in der Alten Oper Frankfurt spielt und daneben eine Professur in der Hochschule für Musik in Würzburg hat.

Die Sonata in D-Dur des Italieners Guiseppe Torelli bestach durch das harmonische Zusammenspiel von Marina Fixle und dem Organisten. Mit dem Concerto aus Johann Jakob Schnells »VI. Concerta commode tractabilia« fand das Konzert in der Stadtpfarrkirche ein mehr als gebührliches Ende. Im Werk des Bamberger Komponisten brachte das Trio die Vorzüge dieser seltenen Besetzung noch einmal gekonnt zur Geltung: getragene Orgelpassagen, abgelöst von zweistimmigem, festlich-harmonischem Trompetenschall.

Durch die Position der Musiker auf der Empore konnte das Publikum ganz in sich kehren und war dennoch bewegt von den festlichen Klängen einer längst vergangen Epoche. So kehrten die Zuhörer nach einer guten Stunde musikalischer Zeitreise zurück in die Wirklichkeit des dahinscheidenden Jahres 2018.

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