Zellingen

Freibad in Zellingen bekommt eine Spaßrutsche

"Wir konnten mir recht geringem Aufwand Badespaß ermöglichen", sagte Bürgermeister Stefan Wohlfart in der Zellinger Bürgerversammlung zum Freibad. Das die Einnahmen aus den Eintrittskarten mit 33 000 Euro nicht einmal die Hälfte eines normalen Durchschnittsjahres erreichten, wunderte wohl niemanden von den 60 Besuchern der Versammlung. Auch dort lief alles anders ab als bisher: Die Besucher saßen auf Stühlen im Abstandsraster von 1,5 Metern und Tische gab es für sie nicht.

Das Zellinger Freibad öffnete in diesem Jahr später als sonst und teilte seine Öffnungszeiten auf den Vor- und Nachmittag auf. Für die kommende Saison soll als Attraktion für jüngere Besucher (Zielgruppe 14 bis 22 Jahre) eine große Rutsche gebaut werden, die Angebote sind schon eingeholt. Zudem sucht die Gemeinde einen neuen Kiosk-Pächter. Ein Absage erteilte der Bürgermeister der Frage aus der Versammlung nach einem Sprungturm. Kritik gab es zu den inzwischen recht rauen Betonplatten rund um das Schwimmerbecken.

Für den Campingplatz neben dem Schwimmbad gibt es laut Bürgermeister einen neuen Interessenten, der ebenfalls einen Teil des ehemaligen Bolzplatzes einbeziehen will, wie es schon vor drei Jahren im Gespräch war.

Bei den Projekten der Gemeinde in Zellingen ging Bürgermeister Wohlfart auf das neue Baugebiet Kapelle ein. Für drei verbliebene beziehungsweise zurück gegeben Grundstücke hat die Gemeinde über 30 Anfragen. Generell gilt ein Baugebot von drei Jahren.

Fertig ist die zweite Wassereinspeiseleitung für Zellingen, sie verbessert die Versorgungssicherheit. Dass dafür die Grund- und Hauseigentümer zur Kasse gebeten werden, überraschte einige Bürger. Die Beiträge werden bei etwa 210 Euro für ein Einfamilienhaus und 1000 Euro für Firmen (bei einem 4000 Quadratmeter großen Grundstück mit 25 Prozent Bebauung) liegen. Die Bescheide können noch vor Weihnachten verschickt werden.

Nahezu fertig ist der Parkplatz Würzburger Straße, für den 500 000 Euro im Haushalt vorgesehen waren. Noch in diesem Jahr werden die Bäume gepflanzt. Karl-Heinz Dannhorn kritisierte, dass es beim schmalen Gehweg vor den Parkplätzen blieb. Weiter gab es Kritik aus der Versammlung, die Würzburger Straße sei für Fußgänger lebensgefährlich und an der Kreuzung Oberbachring (bei Norma) schwierig zu überqueren. Generell seien viele Gehwege in keinem guten Zustand. Eine generelle Sanierung kann sich die Gemeinde aber nicht leisten.

Weitere Projekte in Zellingen sind die Sanierung des Rathauses im kommenden Jahr und der Friedrich-Günther-Halle bis 2022, die auf 5,8 Millionen Euro veranschlagt ist, eine Prunksitzung darin wird es frühestens 2023 wieder geben. Noch keine konkreten Kosten sind für die Sanierungen des Kindergartens St. Georg (sicher nicht billiger als in Retzbach mit 5,6 Millionen Euro) und der Mittelschule Zellingen bekannt. Insgesamt summieren sich die anstehenden Pflichtaufgaben des Marktes Zellingen in den nächsten Jahren auf 22 Millionen Euro.

In allen drei Ortsteilen holte der Bürgermeister Stimmungsbilder für die Friedhofsumgestaltung ein. Generell geht der Trend zu Urnenbestattungen und die Leute wünschen sich Ruhebänke. Ein Problem ist der Abfall-Container am Zellinger Friedhof, weil darin landen oft Abfälle von sonstwo landen.

Bürgermeister Stefan Wohlfart warb auch für die kostenlose Gemeinde-App als eine Art virtuelles Mitteilungsblatt. Darüber können alle Vereine Mitteilungen und Veranstaltungen veröffentlichen.

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