Lohr

Fünf Jahre Literatenkreis: „Ein kreatives Völkchen“

Von den 20 Mitgliedern des Literatenkreises „Schreibtisch im Spessart” waren beim Jubiläums-Stammtisch zum fünfjährigen Bestehen nahezu alle anwesend
Foto: Frank Zagel | Von den 20 Mitgliedern des Literatenkreises „Schreibtisch im Spessart” waren beim Jubiläums-Stammtisch zum fünfjährigen Bestehen nahezu alle anwesend

„Wir wollen nicht für die Schublade schreiben“, erklärt Lydia Gröbner zum fünfjährigen Jubiläum des Zusammenschlusses lokaler Autoren aus Lohr und Umgebung beim Treffen am Freitag im Weinhaus Mehling. Mit Gleichgesinnten, die Freude am Schreiben haben, trifft sich die Sprecherin des Literatenkreises „Der Schreibtisch im Spessart“ seit 2013 regelmäßig: zum Erfahrungsaustausch, zur gegenseitigen Unterstützung und für literarische Diskussionen.

Ein Konzept für die regelmäßig stattfindenden Gesprächskreise gibt es bis heute nicht. Vielleicht auch gerade deshalb hat sich die mittlerweile 20-köpfige Gruppe lokaler Schreiber mittlerweile „in der Lohrer Kulturszene und darüber hinaus einen Namen gemacht“, wie Gröbner ausführte. Bei gemeinsamen Lesungen, die bis zur Buchmesse nach Aschaffenburg reichen, sei das Talent der Mitglieder „auch außerhalb unseres Kreises immer mehr gefragt“, freute sich Gröbner.

Gegenseitig inspirieren

„Jeder darf, keiner muss“ so die Hobbyschriftstellerin. „Bei uns muss niemand Angst haben, sich zu blamieren.“ Auch wenn es in den vergangenen Jahren immer wieder Höhen und Tiefen zu meistern gab, haben sich die Mitglieder immer wieder zusammengerauft und seien so zusammen gewachsenen. Die Gründungsidee, Texte aus der Schublade zu holen, neue zu schreiben, diese in der Gemeinschaft zu eruieren und sich gegenseitig zu inspirieren, sei aufgegangen.

In ihrer Ansprache zog die Sprecherin eine Bilanz der vergangenen Jahre und erwähnte dabei einige Autoren mit besonders erfolgreichen Texten, gemessen an der Anzahl der Aufrufe auf der eigenen Homepage, die als Plattform zur Veröffentlichung der Lyrik geschaffen wurde. So erreichte der auch in einem Nachruf bedachte und vor zwei Jahren verstorbene Autor Reiner Cwielong mit seinen 26 Veröffentlichungen bisher knapp 30 000 Leser.

Sieg beim Poetry Slam

Neben Sabine Fiedler-Conradi, die mit ihrer Buchreihe „Spessarträtsel“ viele Leser begeistert, machte sich in diesem Jahr auch Friedel Liedhegener einem größeren Publikum bekannt als er gemeinsam mit Detlev Stupperich am Poetry Slam in der Alten Turnhalle teilnahm und überraschend vom Publikum zum Sieger gewählt wurde.

„Wir sind ein munteres und verrücktes Völkchen mit vielen kreativen Ideen“ wandte sich Gröbner abschließend an ihre kulturellen Mitstreiter. Positiv richten die Schriftsteller ihren Blick in die Zukunft: ein Literaturwettbewerb für lokale Autoren und Buchveröffentlichungen einzelner Mitglieder stehen mit weiteren Veranstaltungen auf dem Programm.

Auf alle Fälle wollen die Autoren weiter schreiben und sich auch weiterentwickeln, darüber waren sich die Poeten einig.

Texte vom „Schreibtisch im Spessart“ finden sich unter: http://www.der-schreibtisch-im-spessart.de/

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