Thüngen

Gefährliche Ausfahrt vom Friedhof

Eine idyllische Allee führt vom evangelischen Friedhof in Thüngen zur Bundesstraße. Die Ausfahrt auf die Straße ist allerdings gefährlich. Künftig soll die östliche Ausfahrt genutzt werden.
Foto: Günter Roth | Eine idyllische Allee führt vom evangelischen Friedhof in Thüngen zur Bundesstraße. Die Ausfahrt auf die Straße ist allerdings gefährlich. Künftig soll die östliche Ausfahrt genutzt werden.

Bei klirrender Kälte hatte der Bauausschuss der Marktgemeinde Thüngen gleich drei wichtige Punkte im Dorf für eine Ortseinsicht im Visier. Dabei ging es einmal mehr um die Augasse und die Untere Buchenhölle (wir berichteten) und die Ausfahrt vom evangelischen Friedhof auf die Bundesstraße.

Diese birgt erhebliche Gefahren sowohl für Rechts- als auch Linksabbieger, weil sie unübersichtlich in einer Kurve liegt. Deshalb haben die Karlstadter Polizei und das Straßenbauamt Würzburg der Gemeinde Thüngen vorgeschlagen, diese Ausfahrt zu sperren. Stattdessen soll die Straße östlich des Friedhofs genutzt werden.

Nicht weiter verfolgt wurde die zunächst erwogene Aufstellung von zwei Absperrpfosten bei der westlichen Einfahrt. Doch müssten die aus rechtlichen Gründen mindestens 7,5 Meter von der Bundesstraße entfernt platziert werden. Dadurch enstünde nach Ansicht der Gemeinderäte die Gefahr, dass diese zunächst übersehen werden könnten und Verkehrsteilnehmer dann rückwärts auf die Bundesstraße zurück müssten. Bei einer Gegenstimme wurde schließlich der Vorschlag akzeptiert, die Einfahrt als Einbahnstraße bis zum Friedhof auszuweisen und somit eine Ausfahrt auszuschließen. Landwirtschaftliche Fahrzeuge sollen davon mittels Beschilderung ausgenommen werden.

Wasser auf der Oberfläche 

Noch keine Entscheidung gab es in der Augasse. Diese soll erst im Frühjahr fallen, wenn entsprechende Ergebnisse von Fachbüros vorliegen. Wie berichtet, ist die Straße fast nur auf der südlichen Seite bebaut und niemals so richtig erschlossen worden. Die Versorgungsleitungen für Wasser und Abwasser sind dringend überholungsbedürftig. Ein Vollausbau würde nach ersten Berechnungen rund 700 000 Euro, ein Teilausbau etwa 200 000 Euro kosten – Angesichts der gegenwärtigen Belastung der Gemeinde durch die Sanierung der Grundschule kaum zu stemmen. Weil die wenigen Straßeneinläufe nicht das Regenwasser ableiten können, bleibt dieses in Mulden und Pfützen auf der Oberfläche stehen.

Als erste Maßnahme beschloss der Bauausschuss, auf der Nordseite fünf Parkplätze für die Anlieger auszuweisen. Im Gegenzug sollen die Fahrzeuge nicht mehr auf der anderen Seite abgestellt werden. Auf explizite Parkverbote will man aber verzichten. Die jetzt aufgestellten Verbotsschilder werden bis zum Ende der gegenwärtigen partiellen Baumaßnahmen verbleiben.

Die Augasse in Thüngen ist ein wahres Sorgenkind. Wegen fehlender Entwässerung läuft das Regenwasser nicht ab und bildet Pfützen.
Foto: Günter Roth | Die Augasse in Thüngen ist ein wahres Sorgenkind. Wegen fehlender Entwässerung läuft das Regenwasser nicht ab und bildet Pfützen.

Auch in der Unteren Buchenhölle ist man noch nicht weiter. Auf der schmalen Straße kann kein Lastkraftwagen wenden, insbesondere nicht die Müllabfuhr. Diese müssen stattdessen rückwärts aus der Straße fahren. Abhilfe könnte ein Wendehammer schaffen, doch für den ursprünglich vorgesehenen am westlichen Ende der Straße müsste ein aufwändiges Stützbauwerk an der Grenze zur Bahnlinie mit hohen Kosten errichtet werden.

Grundsätzlich hatte sich stattdessen ein Bürger, der im letzten Drittel ein Baugrundstück erworben hat, bereit erklärt, einen Teil davon als Wendemöglichkeit an die Gemeinde zu verkaufen. Doch die Preisvorstellungen liegen augenblicklich noch weit auseinander, zumal eine noch vorhandene Doppelhaushälfte auf Kosten der Kommune abgebrochen werden müsste. Auch hier ist eine Straßensanierung grundsätzlich nötig, zumal die Wasserleitung fasst 100 Jahre alt ist.

In der 'Unteren Buchenhölle' ist das eigentlich ein idealer Wendeplatz für Lkw, zumal der neue Besitzer bereit ist, einen Teil zu verkaufen. Allerdings ist man sich über den Preis uneins, zumal auch das alte Haus aufwändig abgebrochen werden müsste.
Foto: Günter Roth | In der "Unteren Buchenhölle" ist das eigentlich ein idealer Wendeplatz für Lkw, zumal der neue Besitzer bereit ist, einen Teil zu verkaufen.
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