Esselbach

Gemeinde hat „noch keine Meinung“ zum Nationalpark

Ein Nationalpark im Spessart? Die Gemeinde Esselbach will erst konkrete Informationen abwarten, bevor sie sich eine Meinung bildet.
Foto: Walter Malkmus | Ein Nationalpark im Spessart? Die Gemeinde Esselbach will erst konkrete Informationen abwarten, bevor sie sich eine Meinung bildet.

Die mögliche Errichtung eines Nationalparks im Spessart wurde auch bei der Bürgerversammlung in Esselbach lebhaft diskutiert. Franz-Josef König fragte, wie der Gemeinderat zu diesem Thema stehe. Bürgermeister Richard Roos antwortete, dass die Gemeinde „noch gar keine Meinung“ dazu habe, da es „noch keine offiziellen Informationen“ von Seiten der Regierung gebe.

Bisher, erinnerte Roos, sei lediglich bekannt, dass sich der Freistaat für einen dritten Nationalpark ausgesprochen habe. Dass dieser im Spessart gebaut wird, seien „Mutmaßungen oder Gerüchte“. Erste konkrete Informationen, sagte der Bürgermeister, erwarte er bei einem Treffen mit der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf am 10. Februar in Aschaffenburg. Anschließend wolle er den Gemeinderat abstimmen lassen.

Alfred Martin kritisierte die geplante Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses neben der Kirche. Eine Förderung, die man eventuell erhalte, dürfe nicht ausschlaggebend für ein Projekt sein, vielmehr müsse sich dieses nach dem Bedarf richten. Beim „Freund-Anwesen“, meinte Martin, handele es sich nicht um ein Gebäude, das man erhalten müsse.

Roos argumentierte, dass man eine Bedarfsanalyse erstellt und dabei in Abstimmung mit Vereinsvertretern und der Bevölkerung festgestellt habe, dass es sehr wohl Veranstaltungen gebe, für die sich die bestehenden Räumlichkeiten wie Festhalle oder Feuerwehrhaus nicht eignen würden. Zudem wolle man das „Freund-Anwesen“, das der Gemeinde gehört, nicht weiter verrotten lassen.

Dieter Heim fragte, wie es mit dem ehemaligen Gasthaus „Zur Krone“ weitergehe. Roos informierte, dass der Eigentümer verkaufen wolle. Das Freilandmuseum Fladungen, das bereits 2015 Interesse gezeigt hatte, habe sich wieder gemeldet. Die Museumsleiterin wolle das Gebäude im Februar besichtigen lassen.

Gottfried Franz wollte wissen, ob im Industriegebiet „Bärnroth“ eine Autobahnauffahrt gebaut würde. Roos antwortete, dass dies nicht mehr möglich sei, da die Firma Automotive zehn Hektar bebaue und deshalb der Platz nicht ausreiche.

Zuletzt monierte Heiner Kern, dass viele Besitzer ihre Hunde frei herumlaufen lassen. Roos sagte: „Die Leinenpflicht besteht, wir müssen die Leute weiter darauf hinweisen.“

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