Hafenlohr

Gemeinde zahlt den einen Euro Zuschuss

Für Diskussion im Gemeinderat Hafenlohr sorgte die Bitte des Landratsamts Main Spessart und des Tierheimes um einen einmaligen Investitionskostenzuschuss an das Tierheim Main-Spessart in Höhe von einem Euro pro Einwohner. Laut Bürgermeister Thorsten Schwab ist Hafenlohr die einzige Kommune in Main-Spessart, die jährlich einen Euro pro Einwohner als Aufwendungsersatz an den Verein zahlt. Alle anderen zahlen pro Kopf 50 Cent oder auch nichts. Daher lehnte er den einmaligen Zuschuss bereits mehrfach ab.

Hintergrund ist der, dass es Aufgabe der Kommunen ist, sich um Fundtiere selbst zu kümmern. Durch die Vereinbarung mit dem Tierschutzverein und der jährlichen Zahlung können diese Tiere in das Tierheim in Lohr gebracht werden. Ob sich das letztendlich rechnet oder nicht, lässt sich laut Schwab natürlich nicht vorhersagen.

Da jetzt abermals ein Schreiben vom Landratsamt mit der Bitte um den einmaligen Zuschuss kam, machte Schwab den Vorschlag, den einmaligen Betrag jetzt zu bezahlen und den jährlichen Beitrag auf 50 Cent zu reduzieren.

Dem wiedersprach Anya Pauli deutlich und machte den Vorschlag, das Schreiben zu ignorieren und weiterhin "zum Wohl der Tiere" den jährlichen Euro pro Kopf zu bezahlen. "Das würde mich aber wurmen, da dann im Kreistag erwähnt wird, dass Hafenlohr den einen Euro pro Einwohner Investitionskostenzuschuss nicht zahlt", so Schwab.  

Mathematik für Anfänger

Am Ende einigte man sich einstimmig auf einen, von Schwab vorgeschlagenen, Mittelweg: Man zahlt jetzt den einmaligen Investitionskostenzuschuss und kürzt die Höhe des Aufwendungsersatzes für die nächsten zwei Jahre auf 50 Cent pro Einwohner. "Das ist Mathematik für Anfänger", sagte Schwab.

Gegen den Bauantrag zur Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Garage im Kellergeschoss, Schmalzäcker 6 in Windheim hatte der Rat keine Einwände.

Die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Anya Pauli, berichtete von der Rechnungsprüfung, und der Gemeinderat nahm die Stellungnahmen der Verwaltung auf die Fragen zur Kenntnis. Dabei ging es laut Pauli in erster Linie um Kleinigkeiten. Im Anschluss erfolgte die Feststellung der Jahresrechnung und die Entlastung durch den Gemeinderat. Bei Letzterem durfte Bürgermeister Thorsten Schwab nicht teilnehmen.

Elisabeth Stahl ist künftig Mitglied im Seniorenbeirat des Landkreises Main-Spessart. Ihre Stellvertreterin ist Anya Pauli.

Die Freiwillige Feuerwehr Hafenlohr benötigt ein Ersatzfahrzeug für ihr altes Pritschenfahrzeug. Kommandant Stephan Schneider erklärte, dass sie bei einem geeigneten Fahrzeug die Umbauarbeiten größtenteils wieder selbst übernehmen würden. Schwab wies auf die aktuellen Einnahmenverluste hin und tat sich schwer, die Kosten noch für den aktuellen Haushalt einzuplanen, machte aber auch deutlich: "Wenn ihr ein passendes Fahrzeug findet, dann kommt es nochmal auf die Tagesordnungn und dann schauen wir."

"Areal für jedermann"

Katja Wagner-König brachte die Idee ein,  am Sportplatzgelände ein "Areal für jedermann" zu schaffen und dachte dabei beispielsweise an einen Steg in den Main. Schwab wies darauf hin, dass man dann auch einen Bademeister benötigen würde. Er zeigte sich dem Thema der Umgestaltung jedoch nicht grundsätzlich abgeneigt und wird prüfen, was über die Sportstättenförderung möglich ist.

Schwab teilte mit, dass noch nach einer Lösung für die Essenlieferung an den Kindergarten und die Mittagsbetreuung in der Schule gesucht wird.

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