Himmelstadt

Gemeinderat genehmigte keinen Privatparkplatz

Ein Antrag für eine privatisierte Parkerlaubnis auf der Gemeindestraße vor dem Anwesen Hofstraße 6 ergab heftige Diskussionen in der Gemeinderatssitzung. Da die Gemeinde genügend Parkplätze im Umkreis habe, sei nicht einzusehen, dass hier eine Ausnahmegenehmigung erteilt werde. Bürgermeister Herbert Hemmelmann sagte, dass eine Nutzungsvereinbarung mit dem Nutzer erforderlich wäre.

Michael Radke meinte, dass dies nur gelten kann, solange der Antragsteller dort wohne, sonst könne er dort immer parken - auch, wenn er wegziehe. Etliche Kosten kämen auf die Gemeinde zu, darauf wies Willi Stamm hin, denn Schilder müssten versetzt oder neue angebracht werden. Christian Scheb sagte, Be- und Entladen sei ja erlaubt. Dann müsse das Fahrzeug weggefahren werden; es seien keine 30 Meter bis zu den Parkplätzen. Ob eine Behinderung des Antragstellers vorliegt, die eine Genehmigung rechtfertigt, fragte Wolfgang Kübert. Da dies nicht der Fall ist, wurde der Antrag einstimmig abgelehnt.

Die Gemeinderäte bemühten sich, die Abstände einzuhalten, und besichtigten in zwei Gruppen die Pläne des Bauherrn am Lärchenweg 7. Dort soll ein Zweifamilienhaus zu einem Dreifamilienhaus umgebaut werden. Die Doppelgarage soll um zwei Meter verlängert und eine zwei Meter hohe Grenzwand talseitig mit 22 Zentimeter Überschreitung errichtet werden. Alle Gemeinderäte stimmten den Abweichungen zu, wollten aber, dass das Bauamt prüfe, ob weitere Stellplätze nötig sind.

Bürgermeister Hemmelmann führte ein Gespräch mit Laura Naudascher von der Unteren Naturschutzbehörde. Sie hatte viel Lob für den geschützten Landschaftsteil am Sternberg, der von sieben Schafen beweidet wird. Zuschüsse gibt es dafür nicht. Nicht so begeistert war sie vom Graben am Weinberg. Hier soll bei Rückschnitt künftig eine Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde erfolgen.

Zwölf Urnengräber 

Der Abbau der Freileitungen in der Ringstraße wird bald abgeschlossen sein. Dann werden auch die Strommasten am Kinderspielplatz entfernt. Die Baufirma Konrad hat am Friedhof den Umbau der drei Doppelgräber in zwölf Urnengräber durchgeführt. In den nächsten Tagen wird das erste Urnengrab belegt.

Der Bildstock "Hexenbild" wurde von den Bauhofmitarbeitern am neuen Standort auf Himmelstadter Gebiet wiederaufgebaut. Für die Bauhofarbeiter ist die neue Sicherheitskleidung eingetroffen, die im Fairtradehandel bestellt wurde. Die bisherigen Zuschüsse für Kleidung entfallen. Sie wird jetzt gestellt, gereinigt und bei Verschleiß ausgemustert.

Dritter Bürgermeister Andreas Scheb regte an, eine Besichtigung für die neuen Räte zu organisieren, damit sie Feuerwehr und Bauhof kennenlernen können. Zweite Bürgermeisterin Marie-Luise Schäfer schlug vor, eine Sitzung im Feuerwehrhaus zuhalten und dabei das Gebäude zu besichtigen. Sie bemängelte außerdem, dass manche Hundehalter ihrer Pflicht nicht nachkommen. Es stinkt schon jetzt und der Sommer hat noch nicht begonnen. Die Möglichkeit einer Anzeige besteht, meinte Hemmelmann.

Die eingeschränkten Sprechstunden im Rathaus werden ab Juni wieder im normalen Umfang mit Schutzmaßnahmen stattfinden.

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