Ansbach

Generationenwechsel im Gemeinderat in Roden

Abschiedsstunde: Die Gemeinderäte (hinten von links) Norbert Nätscher, Paul Scheiner, Tiemo Katzenberger hören ebenso auf wie (Mitte von links) Armin Weyer und Wolfgang Kraus. Für Helmut Schreck (vorne rechts) war es ebenso die letzte Sitzung wie für Bürgermeister Otto Dümig. Es fehlte Wendelin Rath.
Abschiedsstunde: Die Gemeinderäte (hinten von links) Norbert Nätscher, Paul Scheiner, Tiemo Katzenberger hören ebenso auf wie (Mitte von links) Armin Weyer und Wolfgang Kraus. Für Helmut Schreck (vorne rechts) war es ebenso die letzte Sitzung wie für Bürgermeister Otto Dümig. Es fehlte Wendelin Rath. Foto: Martina Schneider

Bei der letzten Sitzung in "alter" Konstellation verabschiedeten sich gleich sechs Gemeinderäte aus dem Rodener Ratsgremium. Der neue Gemeinderat zählt nur noch acht Mitglieder plus Bürgermeister. Sechs Jahre im Gremium war Dr. med. Tiemo Katzenberger (Ansbach), doppelt so lange dabei war Paul Scheiner (Roden). Auf 18 Jahre Gemeinderatserfahrung können Wendelin Rath und Norbert Nätscher (beide Ansbach) schauen und 24 Jahre saßen Armin Weyer und Wolfgang Kraus (beide Roden) am Ratstisch.  Bürgermeister Otto Dümig verabschiedete alle Räte mit einer Urkunde und einem Weinpräsent.

Zwei, die es 30 Jahre miteinander ausgehalten haben, sagten auch "Tschüss": Helmut Schreck, der in den drei Jahrzehnten jede Sitzung vorbereitete, begleitete und alle Diskussionen und Beschlüsse des Gremiums protokollierte, der die Website der Gemeinde aufgebaut und betreut hat und den PC perfekt beherrscht, gab sein Amt auf. "Es waren 30 schöne Jahre, es hat Spaß gemacht, aber jetzt ist es auch gut", sagte der Rodener, der dem Bürgermeister, – was dieser auch frank und frei zugibt – mit seinem Knowhow sehr gut unterstützte und den Rücken freihielt.

"Tschüss" sagte auch Bürgermeister Otto Dümig selbst, der die Geschicke der Gemeinde Roden seit dem 1. Mai 1990 geleitet hatte (wir berichteten). Im Namen der Gemeinde dankte Zweiter Bürgermeister Stefan Weyer "dem Otto" für das Geleistete. Er hätte sich einen würdigeren Rahmen gewünscht, sagte Weyer, doch Corona lasse dies nicht zu. So musste halt der Saal des Ansbacher Dorfgemeinschaftshauses herhalten, um den nötigen Abstand zu wahren und das war auch gut so.

"Durch Deine kommunikative, gleichzeitig aber stets sachliche und ausgleichende Art, ist es Dir gelungen, während dieser drei Jahrzehnte aus zwei benachbarten Ortschaften eine Gemeinde zu formen und das egoistische Kirchturmdenken aus den meisten Köpfen zu verbannen", sagte Weyer. Es habe in beiden Ortsteilen viele Veränderungen zum Guten hin gegeben. Natürlich konnten nicht alle Wünsche und Forderungen, die während dieser Jahre an Bürgermeister und Gemeinderat herangetragen wurden, eins zu eins erfüllt werden. "Du hast diesen Druck aber drei Jahrzehnte lang hervorragend gemanagt", betonte der Zweite Bürgermeister.

Stefan Weyer und Armin Weyer überreichen Bürgermeister Otto Dümig sein 'Ruhestandsgeschenk'.
Stefan Weyer und Armin Weyer überreichen Bürgermeister Otto Dümig sein "Ruhestandsgeschenk". Foto: Martina Schneider

Natürlich hatte sich das Gremium Gedanken über ein Abschiedsgeschenk gemacht. Was herauskam zeigt, wie sehr sie ihn schätzen. Dümig bekommt eine ihm gewidmete Ruhebank in der Rodener Flur. Sie wird an einem – noch zu definierenden – "schönen Fleck" aufgestellt. "Die Bank soll Dir in Deinem wohlverdienten Ruhestand und natürlich auch allen anderen Bürgern einen Blick auf Roden und den benachbarten herrlichen Spessart ermöglichen", sagte Stefan Weyer.

Damit die Bank nicht in der prallen Sonne steht bekommt sie einen schattenspendenden Baum an die Seite gestellt. "Wir hatten an eine Otto-Eiche gedacht", sagte der Zweite Bürgermeister, "als Symbol für Dein lebenslanges Faible für den Waldbau und als Ausdruck der Stärke, der Zähigkeit und der Dauerhaftigkeit, mit welcher Du in den vergangenen 30 Jahren die Geschicke der Gemeinde geleitet hast."

Ein "Bonbon" gab es für das Gemeindeoberhaupt noch dazu. Dritter Bürgermeister Armin Weyer hatte sich überlegt, dass Dümig, zusammen mit dem "alten" Gemeinderat in geselliger Runde noch einen Überraschungstag auf der Fränkischen Platte verbringen möchte – nach Corona versteht sich. Damit es dem Bürgermeister bis dahin nicht zu lange wird, bekam er einen schweren Korb mit kulinarischen Genüssen und Schoppen als Zugabe obendrauf.

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