Marktheidenfeld

Glosse: Warum jetzt eins ins andere greift

Wenn nichts mehr hilft und jeder ratlos in die Röhre guckt, dann kommt einfach ein Main-Spessarter daher und findet eine Lösung. Sogar oder gerade in Corona-Zeiten.
Die Titelseite des 'Spiegel' und die Ausschreibung zum Kunstpreis in Marktheidenfeld.
Die Titelseite des "Spiegel" und die Ausschreibung zum Kunstpreis in Marktheidenfeld. Foto: Martin Harth

In diesen Tagen, da sich die Frage stellt, ob die Socke mit dem Loch nicht zum Wegwerfen viel zu schade ist, weil sie möglicherweise noch als Mund-und-Nasenschutz taugt, sind zweierlei Dinge unerlässlich: Entscheidungen und Erfindungen. Entscheiden heißt derzeit meist lockern. Den Ausgang, den Einkauf, den Umgang. Wie viel Lockerheit können wir vertragen und besteht dann nicht die Gefahr, manches gleich zu locker zu nehmen?

Dagegen helfen könnten Erfindungen wie die Abstands-App, die uns mit leichtem Stromimpuls darauf hinweist, wenn wir anderen näher als 1,50 Meter kommen, oder der Bauchgürtel mit entsprechend langen Abstandsfühlern ringsum. Beides lässt meines Wissens noch auf sich warten. Dabei muss jetzt so etwas her, zumal wir außerorts künftig zwei Meter Abstand halten müssen, wenn wir Radler überholen. Vielleicht lassen sich hier zwei Fliegen, ich meine Abstände, mit einer Teleskop-Klappe schlagen?

Lukas Heinz übergibt an die Vorsitzende der Sinngrundallianz, Zita Baur, eine mobile Handhygienestation.
Lukas Heinz übergibt an die Vorsitzende der Sinngrundallianz, Zita Baur, eine mobile Handhygienestation. Foto: Jürgen Gabel

Hände waschen leicht gemacht

Wenn niemand anderem etwas einfällt, dann müssen halt wir MSPler selber ran. Unser beeindruckender Erfindungsgeist ist hinlänglich bekannt. Eben erst hat Lukas Heinz aus Aura im Sinngrund eine patentierte 65 Kilo schwere mobile Handhygiene-Station vorgestellt, die mit ihrer Dreifachkombination aus Wasser, Seife und Desinfektion jedem Virus das Überleben versaut. Die Sinngrund-Bürgermeister waren begeistert. Zu Recht.

Erfinderisch: Sven Amend aus Lohr.
Erfinderisch: Sven Amend aus Lohr. Foto: Amend

In Lohr wiederum hat Sven Amend hinter den zwangsläufig verschlossenen Türen seines Fitnessstudios eine Methode ersonnen, mit der man Mund-Nase-Masken aus Kaffeefiltern falten kann. Seine Anleitung stellt er gerne zur Verfügung. Sehr kreativ die Idee, wenn auch in der Filter- und Medizinbranche etwas umstritten, wie die Recherche ergab. Nichtsdestotrotz: Das kann sicher die größte Not verhindern, wenn gerade nichts anderes zur Hand ist. Wichtig: Keine gebrauchten Kaffeefilter verwenden und natürlich auch den Mundschutzfilter hinterher nicht mehr zum Kaffee brühen nutzen!    

Daumen hoch: Die Frühstückslieferung kam gut an. 
Daumen hoch: Die Frühstückslieferung kam gut an.  Foto: Tina Starck

Apropos Kaffee: Maxl Bäck hat dieser Tage dem Personal des Lohrer Krankenhauses in Anerkennung der täglich erbrachten Leistung 200 Butterhörnchen frühmorgens frisch angeliefert. Die knusprige Spende wurde anschließend von Klinikreferent René Bostelaar und Pflegedirektorin Gabriele Frings an die Mitarbeiter aus Medizin und Pflege verteilt. Das Klinikum Main-Spessart sagt Danke und Daumen hoch für die Spende und den Motivationsschub.

Einen Motivationsschub bekommen hat sicher auch Marktheidenfelds Kulturchefin Inge Albert, nachdem der "Spiegel" sich offenbar von ihrer Ausschreibung für den Kunstpreis hat inspirieren lassen und Titel und Farbgestaltung übernahm. Alle Achtung! Ich sag ja: Wir MSPler haben es einfach drauf.

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