Sendelbach

"Habe praktisch Tag und Nacht gearbeitet"

Ein Leben für die Familie und die Arbeit: Hermann Endres feiert am Dienstag seinen 90. Geburtstag.
Ein Leben für die Familie und die Arbeit: Hermann Endres feiert am Dienstag seinen 90. Geburtstag. Foto: Gisela Büdel

"90 Jahre von Gott gegeben. 90 Jahre Schaffen und Streben." Auf neun erfüllte Jahrzehnte blickt Hermann Endres am Dienstag in der Gartenstraße 4 in Sendelbach zurück. Sein arbeitsreiches Leben war geprägt von der Sorge für seine Familie sowie den vielfältigen Aufgaben in Beruf und Landwirtschaft.

Hermann Endres wurde am 21. Juli 1930 in Karlstadt geboren. Nach dem Volksschulbesuch lernte er in der Lohrer Metzgerei Thremer das Metzgerhandwerk. Dies war auch der Ort für den ersten Kontakt mit seiner späteren Ehefrau Veronika aus Sendelbach, deren Familie das Schlachtvieh in den Betrieb lieferte.

Im April 1950 feierte das junge Paar Hochzeit und freute sich über die Geburt von drei Töchtern und zwei Söhnen. Heute zählen zur Familie sechs Enkel und ebenso viele Urenkelkinder, die guten Kontakt zu den Großeltern halten.

Beruflich wechselte Endres 1948 in das Eisenwerk Düker (Karlstadt) und sorgte anschließend sechs Jahre lang als Montagearbeiter für den Lebensunterhalt der Familie. 1958 führte ihn sein Weg in die Gießerei der Firma Rexroth (Lohr), der er 31 Jahre lang bis zum Renteneintritt die Treue hielt. Im Nebenerwerb stand Endres bis zum 70. Lebensjahr in der Landwirtschaft seinen Mann.

"Ich habe praktisch Tag und Nacht gearbeitet", blickt der Jubilar auf sein arbeitsreiches Leben zurück. "Und privat wie beruflich hatte ich Hilfe von oben", fügt er mit festem Gottvertrauen hinzu. Ein Vertrauen, aus dem das Ehepaar besonders in der schweren Zeit Kraft schöpfte, als ein Sohn im Alter von nur drei Monaten starb. Und so gilt für den Senior bis heute der Wahlspruch: "Wie Gott will".

Den Ausgleich zum Berufsleben fand er beim Angeln oder in der Gartenarbeit. Früher verreiste Hermann Endres gerne mit seiner Ehefrau Veronika, mit der er im April dieses Jahres das seltene Fest der Gnadenhochzeit feiern durfte. Täglich informiert er sich in Tageszeitung und Fernsehen über das aktuelle Geschehen. Mit einer gesunden Portion Zuversicht ausgestattet, nimmt Endres altersbedingte gesundheitliche Einschränkungen gelassen an und wünscht sich zu seinem Ehrentag noch viele gute Jahre. Die Rahmenbedingungen könnten besser nicht sein: Zwei am Ort lebende Töchter schauen täglich bei ihren Eltern vorbei. Sichtlich zufrieden nennt sie der Jubilar "treue Begleiterinnen im Alltag". Gefeiert wird der runde Geburtstag im Kreis der Familie.

Portrait aus der Jugendzeit: Hermann Endres mit 18 Jahren.
Portrait aus der Jugendzeit: Hermann Endres mit 18 Jahren. Foto: Repro: Gisela Büdel

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