Hafenlohr

Hafenlohr: Ein Haushalt ohne großen Spielraum

Die Sanierung der Dr.-Renkl-Sporthalle schlägt sich auch noch im Hafenlohrer Haushalt für 2021 nieder.
Foto: Susanne Feistle | Die Sanierung der Dr.-Renkl-Sporthalle schlägt sich auch noch im Hafenlohrer Haushalt für 2021 nieder.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Hafenlohr wurde der Haushalt 2021 und die Planungen für die Jahre 2020 bis 2024 einstimmig verabschiedet. Bürgermeister Thorsten Schwab erklärte vorab noch einmal, dass die Gemeinde Hafenlohr eine gewerbesteuerlastige Gemeinde ist und vom Freistaat Bayern keine oder nur ganz wenig Schlüsselzuweisung erhält, aber eine hohe Kreisumlage zahlen muss. "Zwei Jahre nach einem schlechten Jahr erhalten wir dann mehr Schlüsselzuweisung und müssen weniger Kreisumlage zahlen", so Schwab.

Simon Pfeufer und Heiko Müller von der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld trugen das Zahlenwerk vor. Der Gesamthaushalt 2021 umfasst rund 5,26 Millionen Euro. Damit sinkt das Haushaltsvolumen um 20 Prozent gegenüber des Vorjahres. Es entfallen auf den Verwaltungshaushalt 4,1 Millionen und auf den Vermögenshaushalt 1,16 Millionen Euro.

Die Pro-Kopf-Verschuldung lag am 1. Januar 2021 bei 2156 Euro und wird wohl nochmal steigen, bevor sie dann wieder sinken könnte. "Ja, die ist mir auch zu hoch, aber wenn man die Kurve anschaut, sieht man ganz klar den Zusammenhang zur Sanierung der Dr.-Renkl-Turnhalle", so Schwab. Diese schlägt auch in diesem Haushalt nochmal mit einer Restzahlung von 160 000 Euro zu Buche.

Feuerwehrauto ist großer Posten

Weiterer großer Posten ist der Kauf des Feuerwehrautos für die Feuerwehr Hafenlohr mit 190 000 Euro in diesem und 250 000 Euro im nächsten Jahr. Das neue Mannschaftsfahrzeug für die Feuerwehr Hafenlohr soll als Leasingfahrzeug beschafft werden. Hierfür entstehen für 36 Monate Kosten von 400 Euro monatlich. Zum Ende der Laufzeit des Leasingvertrages kann die Gemeinde das Fahrzeug für eine Restzahlung von 25 000 Euro fest erwerben.

Die Erschließung des Baugebietes "Schleifrain" wird in diesem Jahr lediglich Planungskosten von 29 000 Euro verursachen. Im Haushaltsjahr 2022 folgen Kosten von 550 000 Euro und 2023 dann 100 000 Euro. Die Gemeinde erwartet hier Erlöse aus Bauplatzverkäufen im Jahr 2022 von 700 000 Euro und in den Jahren 2023 und 2024 jeweils 250 000 Euro   

Für die Aussegnungshalle in Hafenlohr sind 40 000 Euro eingeplant und für Planungen für das Anker-Areal 25 000 Euro.

Ein Jahr der Planungen

Auf der Einnahmenseite stehen unter anderen die Investitionspauschale von 110 000 Euro und die Zuführung vom Verwaltungshaushalt in Höhe von 151 492 Euro. Außerdem Förderungen für die Heizung im Bauhof von 30 000 Euro und für die Dr.-Renk.-Sporthalle 287 000 Euro.

In diesem Haushaltsjahr ist eine Kreditaufnahme von 470 432 Euro geplant, um die Investitionsausgaben decken zu können. "Es ist ein Haushalt ohne großen Spielraum und wird eher ein Jahr der Planungen werden", so Schwab.

Ein weiterer Punkt in der Sitzung war ein Bauantrag zum Abbruch einer Unterstellhalle und Neubau eines Carports in der Hauptstraße 85 in Hafenlohr. Gegen das Vorhaben hatte der Rat keine Einwände.

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